Willkommen bei ClassicPassion Foren ClassicPassion Forum Der Mini Cooper oder: Die Faszination der Miniaturisierung

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  • #8237
    Avatar-Fotohugoservatius
    Administrator

    Ich weiß nicht mehr, wann ich das erste Mal einen Mini gesehen habe – vielleicht war es der dunklelblau-metallicfarbene Cooper des Klarinettenlehrers meines großen Bruders, vielleicht war es auch ein schwarzer Mini auf dem Jungfernstieg, eventuell war es auch das mittelgrüne Corgi-Toys-Modell, mit dem ich stundenlang auf dem Wohnzimmertisch gespielt habe.

    Eines jedenfalls ist sicher: Seit ich ein kleiner Junge bin, gehört das wunderbare, kleine Auto mit dem Dackelblick und der seltsamen Lenkradstellung zu meinen All-Time-Favorites und hat einen festen Platz in meiner Traumgarage, nur an einen Mini im Maßstab 1:1 habe ich mich nie herangetraut.

    Die unglaublich gelungene Form mit den perfekten Proportionen, der wirklich für die Größe des Wagens extrem geräumige Innenraum, die winzigen Rädchen an den vier Ecken, die charmanten Details wie das Holzarmaturenbrett, der nach unten klappende Kofferraumdeckel, der aufgesetzte Tankdeckel wie bei einem Rennwagen, dazu der freundliche Gesichtsausdruck, all das hat mich am Mini immer fasziniert.

    Natürlich auch das Image als nobler Kleinwagen, passend zum Aston Martin und zum Jaguar, die Britishness, auch wenn Alec Issigonis, der „Erfinder“ des Minis, eigentlich Grieche war, die Rolle als Symbol der „Swinging Sixties“ in meiner Lieblingsstadt London, sind Teil der Faszination, dazu die extrem stylishen Umbauten von Harold Radford und Wood & Pickett in den sechziger und siebziger Jahren und in den neunziger Jahren dann der Streifenmini von Paul Smith, immer wieder ertappte ich mich dabei, bei mobile.de oder in den Anzeigenspalten der entsprechenden Gazetten nur mal ganz unverbindlich nach einem solchen Auto zu gucken…

    Vor einigen Wochen fand ich dann tatsächlich einen Mini Cooper, der meinen Vorstellungen entsprach, bei mobile.de, das Auto stand in Bonn, war grün, hatte das große Faltdach und nicht die etwas aufdringlichen Kotflügelverbreiterungen, die sehr viele der neueren Modelle haben, dazu schien mir der Zustand nicht schlecht und der Preis war im Rahmen meines Budgets. Leider war er verkauft, als ich es endlich nach Bonn schaffte.

    Egal, tröstete ich mich, wahrscheinlich hatte er sowieso einen rostigen Unterboden und war nicht „nachlackierungsfrei“, ganz zufällig ploppte wieder die Seite mit „Ihre Suche“ auf meinem iPad auf, gelangweilt scrollte ich durch überteuerte Glitzerminis und rostige Alltagsschlurren – und – „ZACK“, wie es bei Janosch immer heißt, blieb mein ungläubiger Blick hängen:

    „Mini Cooper 35th Anniversary Edition, seltene Ausführung mit Automatic und Aircondition“

    Bitte, was? Ein Cooper mit Automatic und Aircondition?? Dazu rechtsgelenkt, offensichtlich in sehr gutem Zustand, dazu in diesem genialen Mittelgrün mit grüner Lederpolsterung und akzeptablem Kilometerstand???

    Eine schnelle Recherche ergab, daß es dieses Sondermodell nur in Großbritannien und Japan gab, der Farbton nennt sich „Almond-Green with Diamond-White roof“, die Lederpolsterung trägt den poetischen Namen „Porcelain-Green“ und neben einigen anderen Sonderausstattungen gab es das Auto – nur in Japan – mit Aircondition und Automatic, eine verlockende Kombination, zumal ich bei rechtsgelenkten Autos immer die Angewohnheit habe, mit der Fensterkurbel den Gangwechsel vornehmen zu wollen…

    Also schrieb ich dem Anbieter, trotz eines aufgerufenen Kaufpreises weit über meinem Budget, eine Mail, kurz darauf meldete sich ein sehr angenehmer Herr mit Norddeutscher Klangfärbung telephonisch bei mir und erzählte mir lauter Sachen über das Auto, die mich beunruhigten: Sozusagen 1. Hand, rostfrei, von seiner Japanischen Frau aus Japan nach Hamburg importiert, hohlraumkonserviert, Wertgutachten mit Zustandsnote 2+, immer mit Saisonkennzeichen zugelassen, Gott sei Dank mußte ich sowieso nach Hamburg um mich zu überzeugen, daß das alles nicht sein konnte, nein, ganz sicher nicht!

    Gestern fuhr ich dann mit Schröder nach Hamburg, vorher schaute ich mir dort noch einen schwarzen Mini Cooper bei einem Oldtimer-Händler an, der zwar weniger gelaufen war, dessen Zustand bei genauerer Betrachtung jedoch eher mäßig war und dann fuhr ich zur angegebenen Adresse. Die reizenden Eigentümer gingen mit mir um die Ecke in eine düstere Tiefgarage und dort schon war es um mich geschehen. Noch schlimmer wurde es, als der Cooper ans Tageslicht gefahren wurde, die Farbkombination ist einfach traumhaft, der Klang berührend, in meiner Verzweiflung suchte ich all die Stellen, die mir mein freundlicher Mini-Spezialist letzte Woche als typische Rostnester gezeigt hatte, sorgfältig ab, da mußte sich doch ein Grund finden lassen, hier und jetzt davon zu laufen und „Almond-Green with Diamond-White roof“ ganz schnell zu vergessen und meine bislang glückliche Ehe nicht weiter zu gefährden!

    Es kam anders, ich fand genau gar keinen Rost und trat völlig unprofessionell mit glänzenden Augen und aufgeregt an meiner Cigarette ziehend in Preisverhandlungen noch auf der Straße ein, jetzt ist mir klar, warum die Japanische Wirtschaft so erfolgreich die Europäische Konkurrenz verdrängt hat, die charmante Dame spielte mit mir Mikado und ich bewegte mich zuerst und das in die falsche Richtung, der Nachlaß bewegte sich ungefähr im Bereich einer Tankfüllung für den Schröder, zitternd schlug ich ein, wissend, daß ich zu Hause nunmehr in Erklärungsnöte geraten würde…

    Und seither bin ich Eigentümer eines Mini Coopers, habe meine Frau wie üblich mit dem Satz „das war jetzt das letzte Auto, mehr kaufe ich bestimmt nicht, ehrlich, ich schwöre!“ angeschwindelt, freue mich unbändig und fiebere dem Osterfest entgegen, dann nämlich holen wir ihn ab, den kleinen Mini Cooper.

    Und nach Ostern kommt er zu Herrn Schünemann von Royal Cars, die lange Liste mit den subtilen Modifikationen und Änderungen und den zu bestellenden Teilen hat er heute schon bekommen, über meine Pläne berichte ich in den nächsten Tagen, sagt bitte nichts meiner Frau!

    Unruhige Grüße, Hugo.

    „Also, ich mußte wieder auf ein paar Tage nach Bodenwerder. Meine Mutter wollte mich dringend sprechen. Sie hatte angerufen, ich solle doch bitte mal rasch kommen, es war ganz unheimlich gewesen am Telefon.“

    #8252
    Avatar-FotoSan Remo
    Administrator

    Da wir hier alle ein bisschen Irre sind, jedenfalls was Autos betrifft sind Sie exculpiert und ich möchte Ihnen viel  Freude mit dem Wagen wünschen, wie ich ja auch schon Andernorts ausgedrückt hatte. Sollten Sie und Ihre Frau Gesprächsbedarf haben, so biete ich gerne meine Vermittlung/Mediation an und im House of Jarama ist im Notfall sicher noch ein Schlafplätzchen in der Garage frei.,

    Mich auf die Suche nach Acessoires aufmachende  Grüße   San Remo

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Jahren, 2 Monaten von Avatar-FotoSan Remo.

    So lange ich hier was zu sagen habe, wird es kein Formel 1 Rennen in Bodenwerder geben! Bernie Ecclestone NZZ vom 24.07.2020

    #8254
    Avatar-Fotomove
    Teilnehmer

    Herzlichen Glückwunsch zu dem Autochen!

    Ich mag die Minis auch und nicht nur bei Frauen. Ab und an schaue ich auch in Mobile nach. Vor ein paar Jahren hatte eine meiner Sekretärinnen einen der ersten Generation, in Blau. Nichts zu wollen. Sie beharrte darauf ihn nicht hergeben zu wollen.

    Tolles Auto mit einer sehr gelungenen Ausstattung, sogar mit Pedal/Lenkradkralle in Rot… Teilenummer unbekannt.

    Viel Spaß damit.

    move
    EILMELDUNG!!!
    Bodenwerder gewinnt Deutschlandpreis "Unser Dorf soll schöner werden"

    #8267
    Avatar-Fotohugoservatius
    Administrator

    Und nach Ostern kommt er zu Herrn Schünemann von Royal Cars, die lange Liste mit den subtilen Modifikationen und Änderungen und den zu bestellenden Teilen hat er heute schon bekommen, über meine Pläne berichte ich in den nächsten Tagen, sagt bitte nichts meiner Frau!

    Wie angekündigt, soll der kleine Cooper noch ein paar Änderungen bekommen…

    Als erste und wichtigste Maßnahme sollen die beiden mittleren der vier Zusatzscheinwerfer vor dem Kühlergrill demontiert werden, ich finde diese Massierung von Scheinwerfern etwas martialisch für das Auto, außerdem verstellen sie den freundlichen Gesichtsausdruck des Minis!

    Und dann begehe ich einen absoluten Frevel, ich werde die roten „35th Anniversary“-Aufkleber an den Seiten und auf dem Heckdeckel entfernen, auch wenn sie diesem Sondermodell zu Eigen sind, man bekommt sie allerdings als Nachfertigung in England und ich habe sie schon bestellt, so daß eine Rückrüstung in den Originalzustand jederzeit möglich sein wird.

    Statt der roten Schildchen bekommt er seitlich an diesen Stellen das weiße, viel schlichtere „Mini Cooper“-Signet mit Lorbeerkranz, am Heckdeckel werden alle Aufkleber entfernt. Auch entfernt werden, sofern sie nicht geschraubt sind, die „1,3i“-Signets am Heckdeckel und an den vorderen Kotflügeln, stattdessen bekommt er, wie Roberts Jaguar, hinter den vorderen Radausschnitten kleine, emaillierte Union Jacks, etwas Patriotismus muß schließlich sein…

    Außerdem werden die hinteren Seitenfenster getauscht, da das Autochen über eine Aircondition verfügt, hat man aus unerfindlichen Gründen auf die ausstellbaren Seitenfenster verzichtet, die sowieso viel schöner sind, weil sie einen zusätzlichen Chromrahmen haben. Und wo ich schon bei den Chromteilen bin, die Blinker bekommen kleine Chromrähmchen und ganz wichtig: Die Stoßstangen bekommen die klassischen Stoßstangenhörner mit den kleinen Bügelchen zum Schutz der Karosseriekanten, die hatte der Mini von Britt Ecklund und Peter Sellers und der von Lord Snowdon auch!

    Und so einen „Aston-Style“-Tankdeckel mit Schnellverschluß, den bekommt er natürlich auch, schließlich müssen die Tankstops an der Avus-Rennstrecke zügig von statten gehen…  Aber nicht diesen Dachgepäckträger!

    Ja, und innen wird sich auch einiges ändern, natürlich bekommt er das unvermeidliche Moto-Lita-Holzlenkrad, das Originallenkrad ist zwar schön, aber mir viel zu dick, ich finde, daß man mit einem schlanken Lenkrad viel gefühlvoller fährt. Holzleisten an den „Fensterbrüstungen“ und andere Fensterkurbeln und -griffe aus poliertem Aluminium bekommt er auch – und als allerwichtigstes: Sitzschienenverlängerungen!

    Und über den passenden Schirm, den Schlüsselanhänger und die Autofahrerhandschuhe berichte ich dann später, wenn es soweit ist…

    Ganz sicher nicht mehr ernstzunehmende Grüße, Hugo.

    „Also, ich mußte wieder auf ein paar Tage nach Bodenwerder. Meine Mutter wollte mich dringend sprechen. Sie hatte angerufen, ich solle doch bitte mal rasch kommen, es war ganz unheimlich gewesen am Telefon.“

    #8277
    Avatar-Fotohugoservatius
    Administrator

    Nudelholz-schwingende Grüße eines Originalitätsonkels 😛

     

    Ist doch alles rückrüstbar, lieber Herr Jarama! Das habe ich von meinem Freund Robert gelernt, der hat sogar die scheußlichen Seitenstreifen seines Jaguars nachfertigen lassen und dann weggelegt, als die alten Streifen entfernt wurden!

    Eben das Geld überwiesen, jetzt is‘ er meiner!

    Etwas zittrige Grüße, Hugo.

    „Also, ich mußte wieder auf ein paar Tage nach Bodenwerder. Meine Mutter wollte mich dringend sprechen. Sie hatte angerufen, ich solle doch bitte mal rasch kommen, es war ganz unheimlich gewesen am Telefon.“

    #8280
    JaHaHe
    Teilnehmer

     

    Lieber Herr Servatius,

     

    zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zum neuen Auto! Endlich mal ein praktisches, wintertaugliches Fahrzeug, das auch mal eine Nacht unter der Laterne parken kann!

    Eben das Geld überwiesen, jetzt is‘ er meiner!

    Diesbezüglich wäre ich mir nicht so sicher, denn das deutsche Recht kennt doch das Trennungs- und Abstraktionsprinzip.

    aber das können die mitforisten, die es etwas länger als ich im Juridicum ausgehalten haben, sicher besser erklären…

    sich auf eine Probefahrt freuende Grüße

    j.

    "Also, es fängt damit an, daß ich bei Fisch-Gosch in List auf Sylt stehe und ein Jever aus der Flasche trinke und von Bodenwerder träume"

    #8300
    Avatar-FotoSechskommadrei
    Teilnehmer

    sicher besser erklären…

    … auch wenn ich nicht weiß, wie lange Sie es am Juridicum „ausgehalten“ (ich fand vor allem den „Kontakthof“ immer sehr kommunikativ😇 ) haben, lieber Herr He – es ist tatsächlich schnell erklärt: jetzt ist nicht nur das Auto (noch) nicht da, sondern auch das Geld wech – aus Verkäufersicht eine klassische Win-Win …

    Ganz leicht diabolisch grinsende Grüße

    6,3

    Bodenwerder: klimaneutral seit 1963!

    #8309
    Avatar-FotoEcki1960
    Teilnehmer

    Nudelholz-schwingende Grüße eines Originalitätsonkels 😛

    Ist doch alles rückrüstbar, lieber Herr Jarama! Das habe ich von meinem Freund Robert gelernt, der hat sogar die scheußlichen Seitenstreifen seines Jaguars nachfertigen lassen und dann weggelegt, als die alten Streifen entfernt wurden! Eben das Geld überwiesen, jetzt is‘ er meiner! Etwas zittrige Grüße, Hugo.

    Dann auch aus dem Norden nochmal herzlichen Glückwunsch zum Aufstieg in den Kreis der Mini-Fahrer, lieber Herr Servatius,  und, wie anderenorts bereits erwähnt, allzeit gute Fahrt und immer genug Öl in der Ölwanne. Zu den Umrüstungen, ich selbst bin ja an sich ein Originalheimer, aber erstens ist erlaubt was gefällt, zweitens gab es beim Mini in der langen Bauzeit unzählige Varianten und Sondermodelle, da kennt sich nur der Experte aus, und drittens lässt sich das ja auch wieder zurückrüsten😉. Aber das wichtigste: ein wirklich schönes Fahrzeug!

    Kompliment und Gruß aus Kiel

    E N-R

    #8313
    Avatar-FotoSechskommadrei
    Teilnehmer

    war ich auch so blöde zu bezahlen

    Das ist mir zwar zum Glück noch nicht passiert. Als (Jura)Student habe ich aber mal eine Kaution aufgrund der Insolvenz (damals noch Konkurs) des Vermieters nicht wiederbekommen, was finanziell einer mittleren Katastrophe gleichkam. Und das nur, weil ich den vorangegangenen Rat meines Vaters (der gern damit kokettiert, er sei ja nur ein – Originalton: „kleiner Volksschüler“) missachtet habe, mit den letzten drei Mieten aufzurechnen … grrrrr.

    Aber zurück zu Guido´s „Vorkasse“: wir sind beide aus demselben Jahrgang und ich gehe deshalb davon aus, dass er vor der Zahlung seine Menschenkenntnis eingeschaltet und die ihm „grünes Licht“ gegeben hat.

    Ansonsten eröffnen wir hier eine Kriegskasse, um das Auto (oder die Kohle) an Land zu bringen …

    Zuversichtliche Grüße

    6,3

    Bodenwerder: klimaneutral seit 1963!

    #8319
    Avatar-Fotohugoservatius
    Administrator

    So, es geht voran, in 1:43 ist er schon mal eingetroffen!

    In 1:1 dauert es noch ein paar Tage.

    Optimistische Grüße, Hugo.

    „Also, ich mußte wieder auf ein paar Tage nach Bodenwerder. Meine Mutter wollte mich dringend sprechen. Sie hatte angerufen, ich solle doch bitte mal rasch kommen, es war ganz unheimlich gewesen am Telefon.“

    #8320
    Avatar-Fotohugoservatius
    Administrator

    Da mein Japanisch seit meiner Zeit als Hausmeister in der Katsura, der Kaiservilla in Kyoto, etwas verkümmert zu sein scheint, ist die überaus vollständige Bordmappe des Coopers zwar „nice to have“, eine etwas einfacher zu entziffernde Bedienungsanleitung jedoch recht hilfreich…

    Vorbereitende Grüße, Hugo.

    „Also, ich mußte wieder auf ein paar Tage nach Bodenwerder. Meine Mutter wollte mich dringend sprechen. Sie hatte angerufen, ich solle doch bitte mal rasch kommen, es war ganz unheimlich gewesen am Telefon.“

    #8793
    Avatar-Fotohugoservatius
    Administrator

    So, das mit dem Mini geht doch ganz gut voran bei mir…

    Hoffentlich ist meine Werkstatt auch nur annähernd so flott wie Amazon!

    Ungeduldige Grüße, Hugo.

    „Also, ich mußte wieder auf ein paar Tage nach Bodenwerder. Meine Mutter wollte mich dringend sprechen. Sie hatte angerufen, ich solle doch bitte mal rasch kommen, es war ganz unheimlich gewesen am Telefon.“

    #8817
    Avatar-Fotohugoservatius
    Administrator

    Auf jeder Fall könnte ich mir solch einen feinen Traveller Countryman neben meinem Cooper auch sehr gut vorstellen, vor allem in diesem schönen Grünton…

    Existentielle Eheprobleme heraufbeschwörende Grüße, Hugo.

    „Also, ich mußte wieder auf ein paar Tage nach Bodenwerder. Meine Mutter wollte mich dringend sprechen. Sie hatte angerufen, ich solle doch bitte mal rasch kommen, es war ganz unheimlich gewesen am Telefon.“

    #8835
    Herr Duempelfeld
    Teilnehmer

    Mein lieber Herr Servatius,

    was mich jetzt zu diesen Zeile bewegt, ist Sorge. Große Sorge – nicht vor der Reaktion Ihrer werten Gattin auf den zweifellos bewegenden Neuerwerb. Nein, mich treibt die Frage, ob Sie im Rahmen Ihrer extensiven Zuwendung zu dem Mini ( Hörnchen, Scheiben, Kleberli, etc.) die wichtige Eingliederung in Ihre Garagengemeinschaft nicht aus den Augen verlieren.

    Wenn der Mini in der Garage Einzug hält, wird er quatschen – so sind sie, die Briten. Und das Gefühl der Alteingesessenen dürfte klar sein: Eifersucht und Angst vor Entzug. Vielleicht sogar Trennung.

    Die Folgen liegen auf der Hand. Zuerst werden die Jaguare zicken. Logisch. Ganz dezent, aber nervig. Stellen Sie sich vor, der XJS wirft neue Blasen im Lack ! Der Zwölfzylinder könnte sich fragen, wozu er überhaupt soviel Töpfe zur Verfügung stellt – vier scheinen ja zu reichen.

    Der Alfa Romeo ? Ich könnte mir vorstellen, er läßt seine handgefertigte Lederausstattung schrumpeln, da „Porcelain-Green“ Ihr Herz erobert hat. Das Käfer-Cabrio klemmt ( gerne wenn´s regnet ), schließlich ist geschlossen angesagt.

    Der Boxster begeht Garagenflucht ( als ewiger Kleiner sowieso konfliktscheu ) und wechselt zu weniger schicken Karossen in die Nähe des Nürburgrings. Er wird da dreckiger, ist aber glücklich.

    Allein um den geschlossenen Käfer mache ich mir keine Sorgen. Der britische Kleinwagen konnte ihm nie das Wasser reichen und, apropos Wasser,  das lässt er dem Mini immer heimlich ab. Purer Luxus, braucht niemand.

    Sie sehen, mein verehrter Freund: Vorsicht beim Garagieren von Neuzugängen.

    Aber das ist ja lösbar. Bitte geben Sie dem Mini Geschenke für die Anderen beim Einzug mit. Kleinigkeiten, die das Herz erobern. Dann wird auch der Phaeton die Kofferraumklappe aufschwingen ( alleine die Hydraulik kostete in der Herstellung jeweils den Gegenwert eines Minis ) und den Neuen einladen, Platz zu nehmen.

    Und als Musikbegleitung zum Einzug bloß nicht „Rule Britannia“. Besser wäre Beethovens „Ode an die Freude“.  Die Weinbegleitung ist auch wichtig. Da empfehle ich Bordeuax – als Reverenz an den alten Familien-Peugeot. Gerne unterstütze ich Sie bei diesem wichtigen Erstkontakt und  drücke Ihnen die Daumen.

    Herzliche Grüße aus der Eifel

    Ihr Herr Dümpelfeld

     

    #8836
    Avatar-FotoSan Remo
    Administrator

    Auf jeder Fall könnte ich mir solch einen feinen Traveller Countryman neben meinem Cooper auch sehr gut vorstellen, vor allem in diesem schönen Grünton…

    nd als Musikbegleitung zum Einzug bloß nicht „Rule Britannia“. Besser wäre Beethovens „Ode an die Freude“. Die Weinbegleitung ist auch wichtig. Da empfehle ich Bordeuax – als Reverenz an den alten Familien-Peugeot. Gerne unterstütze ich Sie bei diesem wichtigen Erstkontakt und drücke Ihnen die Daumen. Herzliche Grüße aus der Eifel

     

    Ich möchte beide Herren umgehend in meine extra dafür neu eröffnete psychatrische Sprechstunde einbestellen in der ich ad hoc über eine sofortige Unterbringung  in der Klinik Dr. Postel eintscheiden werde.

     

    Akut tätig werdende Grüße    Dr. hobby psych  San Remo

     

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Jahren, 2 Monaten von Avatar-FotoSan Remo.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Jahren, 2 Monaten von Avatar-FotoSan Remo.

    So lange ich hier was zu sagen habe, wird es kein Formel 1 Rennen in Bodenwerder geben! Bernie Ecclestone NZZ vom 24.07.2020

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