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- Dieses Thema hat 27 Antworten sowie 12 Teilnehmer und wurde zuletzt vor vor 4 Jahren, 10 Monaten von
kmdx aktualisiert.
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AutorBeiträge
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16. April 2020 um 19:49 Uhr #243
MOK24TeilnehmerHallo zusammen,
was war Euer erstes selbst gekauftes Auto?
Bei mir war es ein Peugeot 205XS, noch mit manuellen Choke, gemeinsamen Ölkreislauf für Motor und Getriebe und Aluflegen, bei denen sich kein Reifenhändler getraut hat, Riefen aufzuziehen.
Das Auto hatte in meiner Erinnerung 79 PS, die der Motor aus einem Doppelvergaser generierte. Ich weiss noch, wie einmal auf dem Weg nach Hannover zur Cebit bei Höchstgeschwindigkeit (das werden so 190 km/h gewesen sein) sich die Motorhaube vom Fahrtwind nach innen bog.
Danach wusste ich auch, warum das Auto so leicht sein konnte … 😉
Hier ein Foto, dessen Qualität ich zu entschuldigen bitte, aber das war eben noch nicht die Zeit von allgegenwärtigen Smartphinekameras mit 48 Megapixeln …

Gruß
Martin
Why drive a car when you can pilot a SAAB?
16. April 2020 um 20:25 Uhr #253
MOK24TeilnehmerMit so einem Fahrzeug „einzusteigen“ ist natürlich ganz besonders toll!
Glückwunsch!
Why drive a car when you can pilot a SAAB?
16. April 2020 um 20:26 Uhr #254
FridolinTeilnehmerMein erstes Auto?
ein Ford 12 M. Ca 50 Jahre her.
ein Foto habe ich nicht mehr. Damals absolut Autobahnfest. Auf der Fahrt nach Norden konnte man einen Ziegelstein aufs Gas legen und dann mit ca 140 ohne Unterbrechung lange Strecken zurücklegen. Viel Verkehr war ja auch nicht.
16. April 2020 um 21:30 Uhr #269
moveTeilnehmerMein erstes Auto war ein schwarzer Mitsubishi Colt. GT! 70 PS. Mit Powerschaltung. Jeden 914er in der Kurve stehen gelassen. Ich liebte dieses Auto. Damals kamen so die ersten Handwaschanlagen auf.
Der wurde jeden Samsag gewienert.
Ach, was waren das Zeiten.
move
move
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Bodenwerder gewinnt Deutschlandpreis "Unser Dorf soll schöner werden"17. April 2020 um 9:28 Uhr #275
San RemoAdministratorWas ist denn eine Powerschaltung lieber move?
Heinz Schenk und der Bembel des Grauens...
17. April 2020 um 9:56 Uhr #282
San RemoAdministratorGeh doch einfach auf „Bearbeiten“ links oben.
Heinz Schenk und der Bembel des Grauens...
17. April 2020 um 10:17 Uhr #287
San RemoAdministratorSie sind doch lernfähig Herr Jarama……..
Heinz Schenk und der Bembel des Grauens...
17. April 2020 um 13:41 Uhr #302
hugoservatiusAdministratorMein erstes Auto – was für ein Thema! Großartig!
Wie einige Mitforisten aus eigener Erfahrung wissen, bin ich ja ein bißchen ein Spätentwickler, was technische Dinge angeht, als alle schon Musik von funkelnden, silbernen Scheiben hörten, habe ich hingebungsvoll meine Langspielplattensammlung gepflegt, mittlerweile verfüge ich auch schon über einen CD-Spieler, jetzt, wo alle nur noch „streamen“.
So ähnlich ist es bei mir auch immer mit den Autos gewesen, meine Freunde fuhren Golf II GTI, Peugeot 205 GTI oder ein Erdbeerkörbchen, als der junge Hugo sein erstes Auto auswählte, mir erschienen diese oben erwähnten Autos so schrecklich up-to-date, so entschied ich mich, den von einer Freundin meiner Mutter geerbten Audi 50 LS, auf dem ich meine allerersten Fahrerfahrungen machen mußte und der auch nicht auf mich zugelassen war, möglichst schnell zu vergessen, um das Auto zu erwerben, von dem ich seit Jahrzehnten geträumt hatte: Ein VW Käfer Cabriolet, möglichst als 1303 und möglichst in schwarz, dunkelblau oder dunkelgrün.
Allerdings standen diesem Vorsatz zwei Dinge im Weg. Das schmale Salär, welches ich als Student in den Semesterferien in einem renommierten Architekturbüro erwirtschaftete und die übergroße Sparsamkeit meines Vaters, der die grausame Meinung vertrat, solchen Luxus müsse ich mir schon selbst verdienen, während er im Maßanzug in seinen Zwölfzylinder-Jaguar oder in seinen BMW M5 stieg…
Ich zeichnete also weiter fleißig Tankstellen, Boardinghouses und Einkaufszentren, versuchte – entgegen meiner Natur – sparsam zu leben und fuhr mit meinem Rennrad (schon nicht uncool) oder mit dem Peugeot 304 Coupé (damals auch ziemlich cool) meiner Mutter zu den Rendezvous mit der Damenwelt und mit dem leicht angerosteten Audi 50 zur Uni.
Und eines Tages war es so weit, beim örtlichen „VAG“-Händler stand ein 1303 Käfer Cabriolet, in Anthrazit-Metallic mit schwarzem Dach, schwarzem Interieur und den üblichen Sportfelgen, aus 1. Hand und mit 35.000 km auf dem Tacho, der Händler auf dem Land wußte nicht um den Hype um das Käfer Cabriolet und hatte es mit 11.500 DM ausgepreist, wenig Geld für ein Käfer Cabrio, viel Geld für einen Architekturstudenten.
Aufgeregt fuhr ich zu meinen Eltern, mein Vater kam erst am nächsten Abend von einer Geschäftsreise zurück, war müde und jetlagged und nach mehrstündigen, zähen Verhandlungen gab er weit nach Mitternacht auf, resignierend sagte er: „Ok, morgen Früh fährst Du dort hin, zahlst das Auto mit Deinem Geld an, mittags kommst Du zu mir ins Büro und ich hole Dir den Restbetrag von der Bank und dann kaufst Du in Gottes Namen diesen KdF-Wagen, zurückzahlen mußte Du mir das Geld dann in abzustimmenden Raten…“
Völlig euphorisch ging ich schlafen, im Morgengrauen fiel ich in einen unruhigen, leichten Schlaf, Punkt 9.00 Uhr stand ich beim Händler auf der Matte, sah „mein“ Cabrio dort im Verkaufsraum glänzen, der Verkäufer schaute mich erstaunt an und sagte: „Nein, den Käfer können Sie nicht mehr kaufen, den habe ich gestern um 18.00 Uhr verkauft, der wird heute Mittag abgeholt!“
NIEMALS WIEDER WOLLTE ICH MIT EINEM KÄFER CABRIO IRGENDETWAS ZU TUN HABEN, ICH HASSTE DIE AUTOS FORTAN UND VERACHTETE DIE MENSCHEN, DIE SOLCH EIN SCHLECHTES AUTO IHR EIGEN NANNTEN!!!
Ein Jahr später stand bei dem gleichen Händler ein geschlossener Käfer, die platingraue Sonderedition zum Ende des offiziellen Verkaufs durch VW, der gefiel mir ganz gut, aber hinten, auf dem Parkplatz, da stand einer, der gefiel mir noch viel besser, denn er war grün und hatte keine Sportfelgen und erinnerte mich nicht permanent an „mein“ Cabrio: Ein selvasgrüner VW 1200 L mit Sitzen im Schottenkaro, er schaute mich freundlich an und ich wußte, wir beide sind füreinander bestimmt!
Das war 1985, der kleine, grüne Käfer trat in mein Leben und blieb dort, bis heute. Wir waren zusammen in England, in Frankreich, in Italien, in der Schweiz, in Österreich, in Dänemark, er hat die unterschiedlichsten Beifahrerinnen kennen gelernt, er war unser Hochzeitsauto vor dem Standesamt, er Umzüge mitgemacht, Beziehungsdramen diskret miterlebt, einen schweren Unfall überstanden, er stand auf dem Parkplatz der Royal Enclosure in Ascot, vor den besetzten Häusern in der Hamburger Hafenstraße und er steht bis heute in meiner Garage, er schaut freundlich und mittlerweile sogar ein bißchen weise aus seinen runden Scheinwerfern, um ihn herum stehen schnellere, schickere, teurere und noblere Autos und sein Blick verrät es: Er weiß, daß er der Chef in der Garage ist, die große Liebe, sein 35 Jahren.
Ja, und irgendwann, vor mittlerweile auch über 20 Jahren, da kam ein naher Verwandter dazu, ein silbergraues 1303 Cabriolet, neuwertig, unrestauriert und mit 3200 Meilen auf dem Tacho, aber das ist eine andere Geschichte, wie Rudyard Kipling sagen würde…
ClassicPassion will stay!!!
17. April 2020 um 13:42 Uhr #303
hugoservatiusAdministrator
ClassicPassion will stay!!!
17. April 2020 um 14:37 Uhr #306
San RemoAdministratorClassicpassion at its best, danke dafür Herr Servatius.
Spätentwickler, nun ja, so könnte man es auch nennen.
Heinz Schenk und der Bembel des Grauens...
17. April 2020 um 18:46 Uhr #349
SchatzsucherTeilnehmerHallo Ihr!
bei mir war es ein TR6 den ich während eines Semesters in den USA an der Hauptrasse vor einem Haus habe stehen sehen. Keiner wollte den haben!
Der Preis war mit 3.800.– US Dollar für mich unerschwinglich.
Nachdem ich mit der Verkäuferin, eine nette ältere Dame, mehrmals Kaffee getrunken habe, den Rasen mähte, im Garten half und 2 mal beim Großeinkauf die Sachen getragen habe, wechselte der TR6 für 1.800.– US Dollar den Besitzer. Vorgabe der netten Damen war jedoch, dass ich Ihre Nichte mal damit ausfahren muss.
Dem sagte ich zu, ohne zu wissen, auf was ich mich mit der Nichte einlasse. Zu dumm, dass ich mir habe vorher kein Foto zeigen lassen.
Ich bin dann noch ca. 3 Monate damit in den USA herumgefahren und habe jeden Kilometer genossen, hatte dabei jedoch immer auch schwarze Hände. (Alles was ich heute mit den Autos mache, hat hier seien Ursprung).
Die ältere Dame habe ich zwischendurch immer wieder regelmäßig besucht, ….es gab leckeren Kuchen und sie war einfach nett. Sie erzählte mir Geschichten von dem schwarzen TR6 „Blacky“ und wo Sie damit überall gewesen ist und ich hatte Spaß an dem was Sie erzählte und wie sehr sie dabei strahlte.
Irgendwann sprach mich die Dame auf meine Zusage hin an, Ihre Nichte mit dem TR6 auszufahren.
Meinem Versprechen folgend, sagte ich zu am nächsten Tage um 10.00h da zu sein.
Ich war pünktlich.
Eine kalifornische Granate öffnete mir die Tür, mir blieb die Luft weg! Sie stellte sich als Patrice und als Nichte der netten Damen vor. …Bingo.…!
Von da an hatte ich keine Zeit mehr für Rasen mähen oder Kaffeekränzchen mit älteren Damen. Dieses hätte ich mit einem Foto vorher gerne auch noch 1 Monat früher haben können, ….
Als es dann an der Zeit war wieder nach BRD zurück zu kehren, habe ich „Blacky“ mitgenommen, hierzu fuhr ich von Los Angeles an die Ostküste und habe selbst den TR zum Hafen gebracht, so auch dann von Bremen abgeholt. Der TR fuhr immer, ich bin nie liegen geblieben und wenn konnte ich ihn immer und schnell wieder zum Laufen bringen.
Der TR6 gehört damit zu einem den mir liebsten Autos überhaupt, inzwischen habe ich 4 restauriert und auch vor zwei TR3 und einem TR4IRS nicht halt gemacht. Derzeit entsteht mein 5ter TR6.
Den werde ich dann jedoch nicht mehr hergeben!
Er wird wie mein erster ….“black“!
Gruß Euer Schatzsucher
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Diese Antwort wurde vor 5 Jahren, 8 Monaten von
Schatzsucher geändert.
17. April 2020 um 18:57 Uhr #352
MOK24TeilnehmerUnd – was wir alle wissen wollen – war wurde aus oder mit Patrice .. ?!!!!? 🙂
Why drive a car when you can pilot a SAAB?
17. April 2020 um 19:59 Uhr #354
San RemoAdministratorJa, genau Schatzsucher, einfach abbrechen wenn der interesante Teil kommt.
Heinz Schenk und der Bembel des Grauens...
17. April 2020 um 21:34 Uhr #359
moveTeilnehmerJa mein lieber San Remo. Die Powerschaltung.
Ein japanisches Gimmik!
Neben dem normalen Schalthebel besaß der Colt GT einen weiteren Hebel der auf gleicher Höhe wie der Schalthebel war.
Du konntest im normalen Fahrmodus den Hebel nach vorne drücken und die Drehzahl hat sich um 33% erhöht…? Das gab Schub…
move
Nachtrag: Das war kein Tuning. Das war Serie beim GT
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Diese Antwort wurde vor 5 Jahren, 8 Monaten von
move geändert.
move
EILMELDUNG!!!
Bodenwerder gewinnt Deutschlandpreis "Unser Dorf soll schöner werden"17. April 2020 um 21:45 Uhr #361
LuimexTeilnehmerWas wurde aus Patrice? Ich bin Autodandler und will die ganze Geschichte hören….. ??
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Diese Antwort wurde vor 5 Jahren, 8 Monaten von
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