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  • #14168
    Avatar-FotoErictrav .
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    Guten Morgen,

    die IAA ist ja dieses Jahr in München. Sehr weit weg für mich, aber so komme ich mal wieder in die nördlichste italienische Großstadt. 3 Tage werde ich dort Präsenz zeigen und am Klatsch und Tratsch der Branche teilnehmen.

    Wird noch jemand die Messe besuchen?

    Vielleicht auch beruflich?

    Neugierige Grüße aus der Provinz, Eric

    Das Blöde am Urlaub sind die Touristen.

    Don't drink and drive!

    #14171
    Avatar-FotoEcki1960
    Teilnehmer

    Ein interessantes neues Thema, lieber Eric, und ich bin schon gespannt auf die Reaktionen, zumal ich selbst im Jahr 1979 als 18jähriger erstmals auf einer IAA war und danach viele Jahre lang regelmäßig dort anwesend war. Ich habe hierzu auch ein wenig im Schatzkästlein der Erinnerungen gesucht und ein bisschen zu früheren Ausstellungsbesuchen herausgekramt, die sind selbstverständlich vollkommen subjektiv und durch die Brille eines VW- und BMW-Anhängers betrachtet.

    Besteigen wir also die Zeitmaschine und fliegen zurück ins Jahr 1979. Da war die IAA ein Ereignis, dem ein Autonarr alle 2 Jahre entgegen fieberte, und das Fieber begann bereits im Mai oder Juni, wenn erste Vorbereitungen zum Ausstellungsbesuch wie zB Hotelbuchungen in Frankfurt getroffen werden mussten, und die ams etc trug ebenfalls mit ihren IAA-Vorschauen zur Steigerung der Spannung bei. Was würde es diesmal wieder alles zu sehen geben, und womöglich sogar Spezialitäten, die niemals bei einem Händler stehen würden. Welche Vorfreude, endlich auf dem Weg, stilecht und schnell mit dem Lancia Beta HPE meines genauso autoverrückten besten Schulfreundes oder später nicht ganz so stilvoll, aber womöglich doch etwas bequemer mit der Bahn, da musste man nicht selbst fahren, sondern konnte sich der DB überlassen, die war meistens pünktlich und ersparte den Verkehr um Frankfurt.

    Dann die Vorfreude, wenn es endlich ernst wurde, der Weg über das Ausstellungsgelände – die fliegenden Händler mit dem Ruf „der neue Auto-Katalog!!!“. Der musste sein, obwohl direkt nach Erscheinen schon veraltet war, weil er sinnigerweise die Neuheiten der IAA nicht enthielt. Und dann endlich die Ausstellungshallen, da dreht es sich im Rampenlicht, das neue Golf Cabrio in der schönen und bisher Farbkombination Platinmetallic-Hellsand, das ist einmal etwas anderes als das bei den Händlern meistens anzutreffende Rotmetallic, und es gelingt tatsächlich, durch das Gedränge am Stand einen Platz zu ergattern, an dem von dem Fahrzeug sogar etwas zu sehen ist. Dann auf zum Karmann-Stand, ja, die haben wirklich einen eigenen Stand zusätzlich zur Präsentation bei VW, leider etwas unscheinbar, aber da steht es doch noch, das VW 1303 Cabrio, das es nun bald nicht mehr geben wird, und hier als besonders hergerichtetes Unikat in Schwarz mit elfenbeinfarbenen Flanken, die ein wenig an die Lackierungen der frühen 50s erinnern, doch passt sowas zu dem vergleichsweise modernen Cabrio? Egal, es ist jedenfalls etwas Besonderes, passend mit schwarzer Lederausstattung, leider so nicht zu kaufen. Letzteres ist ja ohnehin aussichtslos geworden, es gibt keine mehr, die letzten Exemplare sind alle längst vergeben und werden direkt nach oder sogar noch vor der Auslieferung zu Höchstpreisen verkauft, leider verpasst und die Zeichen der Zeit nicht erkannt oder falsche Schwerpunkte gesetzt. Und nochmal schnell zurück zu VW, da steht der Passat GLi, ein heimliches Traumauto, keiner merkt ihm den raffiniert getarnten Golf GTI an, das ist vollendetes Understatement, so einen hätte ich gern.

    Szenenwechsel, IAA 1981, der Fiat 124Spider ist zumindest halboffiziell wieder in Deutschland zu haben, wunderschön mit Ledersitzen und einem echten Holzarmaturenbrett, dazu die Rohrstoßstangen, die ihm vortrefflich stehen und ihn etwas kräftiger wirken lassen, passend mit den kecken und tatsächlich funktionierenden Sidemarkers, so einer wär auch mal was Feines, eine besondere Eleganz zeichnet ihn aus, Pininfarina eben. Oder der modellgepflegte Lancia Beta HPE i.e., das Facelift steht ihm gut, auch wenn es etwas schade um die Chromakzente ist, doch wo ist der wunderbare Beta Spider geblieben? Aus, vorbei, wegrationalisiert, auch das gehört leider zur IAA.

    Ein Schritt in die Zukunft, 1983, was ist das denn bei SAAB, ein 900 Cabrio? Ist nur eine Studie von ASC aus den USA, wunderbares Fahrzeug, aber ob SAAB sowas jemals in Serie bauen wird? Wohl eher nicht, das ist bestimmt nur ein Schaustück, und ob Nachfrage nach einem Cabrio von SAAB besteht? Wohl eher nach dem Ford Escort Cabrio, das Karmann gebaut hat, um die Reaktionen der Zuschauer zu ermitteln, richtig gut gelungen, das Auto, mit perfekten Proportionen dank des angedeuteten Stufenhecks, sowas hätte man Ford Deutschland niemals zugetraut, die entwickeln sich in letzter Zeit richtig gut, da haben sie auch noch einen Capri 2,8i und ein Granada-Sondermodell, das „Chasseur“ heißt und ziemlich schick aussieht, wer hätte dem Granada Turnier so einen Auftritt zugetraut?

    Zeitsprung ins Jahr 1985, da ist es, das neue BMW 325i Cabrio, lange in der ams angekündigt und nun zu bewundern, ein Traum, doch der Preis sorgt für leichtes Entsetzen, das ist ja nichtmal allzu weit von einem Mercedes 280SL entfernt. Der wird wohl für immer ein unerschwinglicher Traum bleiben, weil er unsinnigerweise nur mit der teuersten Motorisierung zu haben ist, anscheinend um mit dem SL mitzuhalten, dabei wäre doch ein kleinerer Sechszylinder auch sehr schön und das Cabrio wäre vielleicht sogar noch gerade eben zu bezahlen.

    Wieder bei VW, ein Blick auf den jetzt schon legendären Polo G40, der da leibhaftig steht, und ein Schnittmodell des G-Laders, versteht aber trotzdem kein normaler Mensch so richtig, wie der funktioniert, doch egal, ich muss unbedingt eines dieser limitierten Fahrzeuge haben, wie kommt man da dran? Keine Auskunft zu bekommen, die freundliche junge Dame am Stand hat keine Ahnung und verweist an den VW-Händler, aber das bringt nix, bis dahin ist der längst ausverkauft, am liebsten würde ich sofort einen bestellen.

     

    Noch ein Zeitsprung, diesmal ins Jahr 2021, mit der IAA ist es endgültig aus, nachdem es schon vor Jahren leider bergab gegangen war, immer weniger Traumfahrzeuge für Autonarren, statt dessen viel zu viel Werbegetrommel, Lärm und zunehmend unfreundliches Standpersonal – Prospekte ham wer nich!

    Doch die Erinnerung an die guten Zeiten ist lebendig bis ins Detail und zum Glück stehen oder standen einige der Traumautos inzwischen in der eigenen Garage.

    Etwas melancholische Grüße

    E N-R

    #14172
    Avatar-Fotohugoservatius
    Administrator

    Sehr schöner Erinnerungen, lieber Herr 1960, ganz ähnlich war es bei mir, allerdings nur teilweise, denn die Reise zur IAA blieb sehr lange ein unerfüllter Traum und die auto, motor und sport-Hefte zur IAA und natürlich der herrliche auto-katalog waren nur sehr bedingt ein Ersatz für den wirklichen Besuch, spektakulär war es, wenn mein Vater geschäftlich dort zu tun hatte und exotische Prospekte vom Bitter SC oder vom Ferrari 400 mit brachte.

    Aber 1987 war es endlich so weit, ich machte ein Praktikum in Köln und mein Vater schlug vor, daß wir uns in Frankfurt treffen, um gemeinsam am Pressetag die IAA zu besuchen, ich putzte meinen Käfer, zug mein gutes Tweed-Jackett an, band mir eine Paisley-Krawatte um und fuhr von Köln nach Frankfurt, um meinen Vater am Hotel abzuholen, die wenigen Meter vom Hessischen Hof zum Messegelände sind wir gelaufen und dann erfüllte sich endlich dieser jahrzehntealte Traum, wir betraten die Hallen, ich mit klopfendem Herzen, mein Vater mit der ihm eigenen, weltmännischen Gelassenheit…

    Am Stand von Aston Martin standen Victor Gauntlett, sichtbar erleichtert, die Marke an Ford verkauft zu haben und meine absoluten Traumwagen, der V8 Volante und Vantage, unfaßbar schön und unerreichbar, die Sensation war der Porsche 911 Speedster, der als Prototyp präsentiert wurde und in dem ich auf Aufforderung des Pressechefs Platz nehmen durfte, die zugehörige Pressemappe hüte ich seither wie meinen Augapfel.

    Am Stand von BMW stand der neue 5er, der frühere Chef des Wirtschaftsressorts der „Zeit“, Richard Gaul, war in die Industrie gewechselt und BMW-Kommunikationschef geworden, er führte uns die Qualität des Wagens mit den Worten „die Deutschen wollen das perfekte Langzeitauto haben, um es nach drei Jahren wieder zu verkaufen!“ vor und beantwortete die Frage meines Vaters nach einer M5-Variante etwas ausweichend, ein Jahr später saß ich mit meinem Vater in seinem Büro und wir gingen die Ausstattungsliste für die Neubestellung durch…

    Zum Mittagessen trafen wir einen weiteren Geschäftsfreund meines Vaters im Hessischen Hof, danach bestieg er das Taxi zum Flughafen, um zurück nach Hamburg zu fliegen und ich lief beseelt alleine durch die Messehallen und genoß den Traum bis die Sicherheitsleute mich gegen 18.30 Uhr höflich, aber bestimmt herauskehrten.

    Dann trug ich meine gesammelten Prospekte und Pressemappen vorsichtig zurück zum Hotel, bat den Doorman höflich um meine Wagenschlüssel und drückte ihm ganz weltmännisch ein Zweimarkstück in die Hand, auf der Rückfahrt nach Köln verwandelte sich mein Käfer abwechselnd in einen Porsche Speedster, einen Saab Turbo oder einen Aston Martin Volante.

    Seither bin ich nie wieder bei einer IAA gewesen, leider. Vielleicht ist der Umzug der IAA nach München ja ein Grund, einen zweiten Besuch zu wagen? Aber ziemlich sicher wird kein Besuch je wieder den Zauber dieses Tages im September 1987 haben, zumal alle diese Autos, die mich damals so unfaßbar begeisterten, heute ein H-Kennzeichen tragen und ihre Nachfolger mich einfach nicht mehr interessieren.

    Nunmehr auch melancholische Grüße, Hugo.

    „Also, ich mußte wieder auf ein paar Tage nach Bodenwerder. Meine Mutter wollte mich dringend sprechen. Sie hatte angerufen, ich solle doch bitte mal rasch kommen, es war ganz unheimlich gewesen am Telefon.“

    #14176
    Avatar-FotoSan Remo
    Administrator

    Sehr schöne Erinnerungen die Ihr da aufgezeichnet habt,  obwohl ich, verglichen mit Euch nur einen Steinwurf von den Messehallen entfernt wohnte/wohne, war ich skurilerweise nie auf der IAA,  warum?  Ich war in all diesen Jahren ein großer Motorrad Fan und hatte mit Autos erst einmal nur den Transportgedanken gemein und so erklärt sich da ein gewisses Desinteresse.

    1982 war ich dann einmalig auf dem Pendant der „IFMA“ in Köln (Motorräder u Fahrräder) welche ich recht interessant fand, aber ich muss auch sagen, dass Überangebot und die vielen Neuerungen haben mich fast ein wenig erschlagen. Ach damals haben mich neue Modelle nicht so sonderlich interessiert und meine Umgebung hat mir auch dieser Zeit schon unterstellt, ich sei ein hoffnungsloser Nostalgiker.

    Allerdings sind Eure Schilderungen in der aktuellen Zeit wahre Erinnerungsschätze und haben mich doch seltsam berührt.

    Wie immer, leicht melancholisch, nachdenkliche Grüße    San Remo

    So lange ich hier was zu sagen habe, wird es kein Formel 1 Rennen in Bodenwerder geben! Bernie Ecclestone NZZ vom 24.07.2020

    #14179
    Avatar-FotoErictrav .
    Teilnehmer

    So langsam wird es aber ein wenig weinerlich hier, liegt es am Wetter?

    Ich erinnere mich auch gern an die alten Büchsen und die alte Produktionstechnik, aber bin doch letztendlich der Zukunft zugewandt.

    Da es seit Corona für mich das erste Event ist, freu ich mich auch schon drauf. So wie die Zahlen aktuell steigen, kann durchaus noch abgesagt werden. Vielleicht nicht die IAA, aber mein Besuch. Mein Arbeitgeber ist da sehr vorsichtig.

    Das Blöde am Urlaub sind die Touristen.

    Don't drink and drive!

    #14182
    Avatar-FotoEcki1960
    Teilnehmer

    So langsam wird es aber ein wenig weinerlich hier, liegt es am Wetter? Ich erinnere mich auch gern an die alten Büchsen und die alte Produktionstechnik, aber bin doch letztendlich der Zukunft zugewandt. Da es seit Corona für mich das erste Event ist, freu ich mich auch schon drauf. So wie die Zahlen aktuell steigen, kann durchaus noch abgesagt werden. Vielleicht nicht die IAA, aber mein Besuch. Mein Arbeitgeber ist da sehr vorsichtig.

    Nicht weinerlich, lieber Eric, nur etwas nostalgisch. Aber jedenfalls viel Freude auf der IAA und ich drücke die Daumen, dass sie stattfindet und nicht in letzter Minute noch abgesagt wird. Bin außerdem schon gespannt auf den Bericht, der dann wohl hoffentlich folgt.

    Grüße von der Ostsee

    E N-R

    #14184
    Avatar-FotoNordlicht
    Teilnehmer

    Moin

    für die „Nostalgiker“ hier im Forum: Schaut mal bei Google unter „Deutsche Fersehgeschichte“ und dann „IAA Frankfurt“ eingeben, da sind knapp 1 Stündige Berichte von den früheren IAA’s zu sehen, sehr interessant.

    Mit sich immer mehr ans Internet Gewöhnenden Grüssen, Nordlicht.

    #14192
    Avatar-FotoEcki1960
    Teilnehmer

    Ein paar Bilder von der IAA 1981 hätte ich hier noch, gefunden bei Zwischengas, und zwar die erwähnten Ford Escort und SAAB 900 Cabrios sowie das Porsche 911 Cabrio, welches ja eine der großen Sensationen dieser IAA war.

    Sonntägliche Grüße
    E N-R

    #14196
    Avatar-FotoErictrav .
    Teilnehmer

    Das war der Ursprung meiner Saab Liebhaberei, habe mir die teure AMS  nur geleistet, wenn Porsche oder Saab drin waren.

    Das Blöde am Urlaub sind die Touristen.

    Don't drink and drive!

    #14203
    Avatar-Fotohugoservatius
    Administrator

    Ich hatte zwei Initialzündungen für meine Liebe zu der Marke Saab:

    Den Prospekt des Saab 99 turbo, den mein Vater von einem seiner IAA-Besuche mitbrachte, ich habe ihn bis heute, das dunkelrot-metallicfarbene 99 Combi Coupé mit den wunderbaren Alufelgen und der aufgesetzten Turbodruckanzeige auf dem Armaturenbrett hat mich tief beeindruckt!

    Und der andere Saab, der mich begeistert hat, stand immer vor einer kleinen, klassizistischen Villa an der Außenalster, zusammen mit einem perfekten, metallicanthrazitgrauen Nordstadt-Käfer Cabriolet, Haus und Autos gehörten einem bekannten Journalisten und Publizisten, bei dem Saab handelte es sich um einen späten 96 in dunkelblau mit cognacfarbenen Ledersitzen, Lederlenkrad, einem Blaupunkt Schwanenhals-Radio und Tiefbettfelgen mit verchromten Radkappen. Ich fand dieses Auto, natürlich auch in Kombination mit meinem absoluten Traumwagen, dem Käfer Cabrio, unfaßbar cool, das Haus ist lange einer dofen Investorenkiste der Neunziger gewichen, der Besitzer lange tot und diese Autos habe ich nie wieder gesehen, geblieben aber ist die Liebe zu diesen Fahrzeugen und auch zu diesem Teil meiner Stadt, auch wenn sich diese in den letzten 20 Jahren nicht zu ihrem Vorteil entwickelt hat…

    Schon wieder ins Melancholische abgleitende Grüße, Hugo.

    „Also, ich mußte wieder auf ein paar Tage nach Bodenwerder. Meine Mutter wollte mich dringend sprechen. Sie hatte angerufen, ich solle doch bitte mal rasch kommen, es war ganz unheimlich gewesen am Telefon.“

    #14205
    Avatar-FotoEcki1960
    Teilnehmer

    Das sind ja geniale Fahrzeuge, die Sie da beschreiben, lieber Hugo, da werden sogleich Wunschträume geweckt, und so habe ich einmal nach einem VW 1303 Cabrio von Nordstadt gesucht, das dem damaligen Exemplar nahe kommen dürfte

    Nicht original sind die breiten Weißwandreifen, bei Nordstadt waren das bekanntlich immer die eleganten schmalen Zierstreifen, doch die Lackierung dürfte einigermaßen stimmen.

    Beim Saab 96 ist es schwierig, ein passendes Exemplar zu finden, denn die Felgen waren wohl sehr ungewöhnlich, doch ungefähr so stelle ich mir das Fahrzeug vor

    Mit einem Wort, ein traumhaftes Pärchen! Würde mir sowas heute zufällig  über den Weg fahren, müsste ich wohl ernsthaft überlegen, dafür einen Teil meiner Autos herzugeben, doch das wird wohl zum Glück nicht passieren. Haben Sie womöglich Originalphotos, die Sie in diesem Kreise einmal zeigen mögen?

    Schwärmerische Grüße

    E N-R

    #14207
    Avatar-Fotohugoservatius
    Administrator

    Lieber Herr 1960, das Käfer Cabrio war in dem VW-Anthrazit-Metallic lackiert, hatte cognacfarbene Lederpolster, das lederbezogene Lenkrad aus dem Golf I und ein sandfarbenes Verdeck, breitere Stahlfelgen mit Chromring, Radkappe und den von Ihnen beschriebenen „Weißbandreifen“ und den kleinen Nordstadt-Signets an den Türen. Und es trug den Aufkleber „Golf Cabrio – nein Danke!“ der „Initiative Rettet das Käfer Cabrio“ aus Hamburg Eppendorf. Einen solchen Aufkleber habe ich noch in der Schublade…

    Der Saab war nicht ganz tief dunkelblau, es war ein etwas cremigeres, helleres Dunkelblau und die Felgen waren deutlich breiter und hatten auch den Chromring, das Lenkrad war in meiner Erinnerung dasjenige aus dem Saab-Zubehörprogramm.

    Photos der Autos habe ich leider nicht, damals hatte man ja nicht einfach so eine Kamera dabei.

    In Erinnerungen an die späten Siebziger in meiner Heimatstadt schwelgende Grüße, Hugo.

    „Also, ich mußte wieder auf ein paar Tage nach Bodenwerder. Meine Mutter wollte mich dringend sprechen. Sie hatte angerufen, ich solle doch bitte mal rasch kommen, es war ganz unheimlich gewesen am Telefon.“

    #14208
    Avatar-FotoEcki1960
    Teilnehmer

    Das war der Ursprung meiner Saab Liebhaberei, habe mir die teure AMS nur geleistet, wenn Porsche oder Saab drin waren.

    Ich wurde durch einen Artikel unter der Überschrift „Die Unvergleichlichen“ in der ams 1977 zum SAAB-Anhänger. Das Heft habe ich selbstverständlich in meiner Sammlung und es ging in dem Bericht u.a. um den SAAB 96 und das VW 1303 Cabrio, dessen Fan ich schon vorher war. Später in den 80s im Studium hatte eine junge Frau in unserer Nachbarschaft einen schon etwas verlebten roten  SAAB 96, noch mit den schmalen Chromstoßstangen, an dem ich fast täglich vorbei kam und den ich sehr genial fand, meine damalige Freundin und heutige Ehefrau leider nicht, so dass es bei der Bewunderung blieb.

    Nostalgische Grüße

    E N-R

    #14210
    Avatar-FotoEcki1960
    Teilnehmer

    Lieber Herr 1960, das Käfer Cabrio war in dem VW-Anthrazit-Metallic lackiert, hatte cognacfarbene Lederpolster, das lederbezogene Lenkrad aus dem Golf I und ein sandfarbenes Verdeck, breitere Stahlfelgen mit Chromring, Radkappe und den von Ihnen beschriebenen „Weißbandreifen“ und den kleinen Nordstadt-Signets an den Türen. Und es trug den Aufkleber „Golf Cabrio – nein Danke!“ der „Initiative Rettet das Käfer Cabrio“ aus Hamburg Eppendorf. Einen solchen Aufkleber habe ich noch in der Schublade… Der Saab war nicht ganz tief dunkelblau, es war ein etwas cremigeres, helleres Dunkelblau und die Felgen waren deutlich breiter und hatten auch den Chromring, das Lenkrad war in meiner Erinnerung dasjenige aus dem Saab-Zubehörprogramm. Photos der Autos habe ich leider nicht, damals hatte man ja nicht einfach so eine Kamera dabei. In Erinnerungen an die späten Siebziger in meiner Heimatstadt schwelgende Grüße, Hugo.

    Ich sehe das Cabrio förmlich vor mir, das muss richtig schick gewesen sein. Der Aufkleber war hier im provinziellen Kiel auch sporadisch zu sehen, den fand ich damals einerseits etwas fies, da ich auch schon Golf Cabrio- Fan und gerade damit beschäftigt war, den Kauf eines solchen Fahrzeuges zu planen, andererseits fand ich gut, wie die Initiative sich für den Weiterbau des 1303 Cabrios einsetzte. Sogar der „Spiegel“ und nicht nur die ams berichteten darüber.
    Schade jedenfalls, dass es seinerzeit noch keine Smartphones gab, mit denen man die Kamera immer dabei hat.

    Rückblickende Grüße

    E N-R

    #14399
    Avatar-FotoErictrav .
    Teilnehmer

    Der IAA Besuch ist für mich beendet, ich bin gestern zurück gefahren.

    Leider konnte ich nicht so ganz viele Fotos machen, da ich selten allein war und auf die private Runde verzichtet habe.

    Das interessanteste Auto war für mich der EQE, der bald die E-Klasse ersetzt. Optisch dem EQS ähnlich, die Baureihen werden sich in Zukunft noch weniger unterscheiden.

    Das Konzept war merkwürdig, ein Teil war schon der Öffentlichkeit zugänglich, ein Teil des Geländes nur Fachbesuchern. Da bin ich einmal raus  zur Motorworld Halle, da standen Gebrauchte rum und es war ein wenig wie eine Verkaufsmesse.

    Die Standorte in der Stadt waren toll, Benz und Porsche vor allem, aber gnadenlos überlaufen.

    Der größte game changer für die Zukunft wird das induktive Laden während der Fahrt und endlich die Umstellung des Vertriebes auf Agentur.

    Dann braucht ihr nicht mehr mit dem Händler diskutieren und könnt direkt beim Hersteller einkaufen.

    Ansonsten bleibt noch der Eindruck,  durch die lange Zeit ohne persönlichen Kontakt lief der Alkohol noch mehr in Strömen wie sonst und es wurde noch etwas härter gefeiert. Ich bin ganz froh, wieder im Homeoffice zu sitzen.

    Das Blöde am Urlaub sind die Touristen.

    Don't drink and drive!

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