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  • Dieses Thema hat 4 Antworten und 4 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 3 Jahren von Avatar-FotoNordlicht.
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  • #9899
    Avatar-FotoMOK24
    Teilnehmer

    Hallo liebe Mitforisten,

     

    angeregt durch einen Beitrag in einem der mittlerweile vielen Threads möchte ich hier einen Platz schaffen für Kindheitserinnerungen der automobilen Art.

     

    Ich fange an mit einigen Erlebnissen, die mir spontan ins Gedächtnis kommen.

     

    VW 411 Kombi:

    Im Sauerland kurz vor der Ankunft am Ferienort haben wir uns mit dem Auto gedreht und sind erst kurz vor einem Baum zum Stillstand gekommen. Heute würde einem kurz das Herz stillstehen. Damals wurde der Motor wieder angelassen und weiter gefahren.

    Außerdem fiel oft die Bremse aus, was meinen Vater nur gelangweilt immer zur Handbremse greifen liess. (Doppelt schwierig, weil mein Vater im Krieg an der russichen Front seinen linken Arm verlor und dann gleichzeitig mit den Beinen lenken musste)

     

    Ford 17M:

    Meine Mutter besuchte mit dem Fahrzeug eine Freundin mehrere Stadtteile weiter. Angesichts der geringen Motorleistung bemerkte sie nicht, dass sie die Strecke mit angezogener Handbremse fuhr (deren Bremsleistung sowieso nahe Null lag) und stelle das Auto qualmend am Zielort auf den Hof.

     

    Citroen GS:

    Hydropneumatische Federung! Auf dem Weg zu einem bekannten Einkaufszentrum lag eine lange Gerade, die in der Mitte mit Verkehrsberuhigungshuckeln versehen war. Als Kind habe ich meine Mutter immer angefeuert, möglichst schnell mit dem GS drüber zu fahren, weil man im Innenraum ausser einem leichten, angenehmen schaukeln kaum etwas davon mitbekam.

    Auf dem Weg zu meiner Grossmutter mussten wir einen extrem steilen Hügel befahren. Der GS mit seiner geringen Motorleistung war – wenn voll besetzt – nicht in der Lage, den Hügel ohne ausreichenden Schwung von allein hinauf zu fahren. Einmal reichte der Schwung nicht, beim anfahren rutschte entweder die Kupplung durch oder der Motor starb ab. Irgendwann – nach mehreren Bemühungen – schrie ein Bauarbeiter von einer nahen Baustelle: „Lass doch ma die Omma aussteigen zum schieben!“ (wir befinden uns im Ruhrgebiet)

     

    Was fallen Euch für Geschichten ein?

     

    Why drive a car when you can pilot a SAAB?

    #9918
    Avatar-FotoTom360
    Teilnehmer

    Liebe Freunde der gepflegten Fortbewegung,

    wo ich das Licht der Welt erblickte, im Fußraum eines Ford 20M auf dem Parkplatz des Krankenhauses, schrieb ich bei meiner Vorstellung schon. Die Story mit dem Vw4111 erwähnte ich bereits und das Lieblingsauto von mir damals den VW Fridolin ebenfalls.

    Mein Vater hatte damals einen MB 350 SE (w116). Ich durfte / musste immer Rasen schneiden (keine Lieblingsbeschäftigung von mir gewesen). Eines Tages war es wieder soweit, Rasen schneiden 😩 uiui ich sollte den Mercedes wegfahren… konnte meinen Ohren nicht trauen :

    ICH SOLLTE IHN WEG FAHREN !

    Ok, einsteigen, Bremse treten, Schlüssel rumdrehen, auf D stellen, Fuß von Bremse und er müsste laut meinem Instruktor losrollen. Äh, nix rollt, ahh steht mit den Hinterrädern in einer leichten Senke auf der Wiese. Na denn, etwas Gas geben, hmm nix passiert, mehr Gas geben und dann brach ein Inferno los (muss wohl was mit Schaltverzögerung zu tun haben 🤪) kurz vorm Zaun brachte ich das „V8 Monster in Silberdistelgrünmetallic“ wieder zum stehen.. war damals so etwa 9 Jahre jung…

    Meine Mutter hatte einen 911 E 2,4 in orange, was für ein Auto. Meine Eltern fuhren an mir vorbei (Tag der Abholung) und ich wusste nichts davon ! Ging gerade von der Schule nach Hause und ich sah sie… Ergo ich gerannt und dann bestaunt, wollte ja unbedingt mitfahren. Am Wochenende wurde mir erklärt dürfte ich dann. Also am Sonntag, juhu und unglaubliche Freude. Am Samstag fuhr meine Mutter noch nach Altdorf (bei Nürnberg) und kam nicht wieder.., ein Hirsch !!! war ihr im Waldstück auf die Strasse gelaufen, landete in der Frontscheibe, Mama nix passiert, Auto war…, lassen wir das und ich fuhr kein einziges mal mit! Der Jäger brachte übrigens eine Hirschkeule vorbei, war lecker, ohne Worte- damals halt 👍.

    1984/ 85 hatte mein Vater einen 190E in silber. Der erste Kundendienst stand an. Ich sollte einen Klappstuhl in den Kofferraum legen, äh, naja dann mach ich das halt. Bei der Niederlassung angekommen, Auto wurde in die Werksatt verbracht, Vater holte den Klappstuhl raus und setzte sich neben sein Auto. Der Werkstattmeister sichtbar verwundert darüber, fragte nach und mein Vater sagte sinngemäß : „Ich möchte sehen, wer, was an meinem Fahrzeug macht und gepfuscht wird nicht“. Denke bin bis heute diesem „Motto“ treu geblieben 😏

    Eine Heckflosse in schwarz hatten meine Eltern noch, sobald ich hinten einstieg schlief ich immer sofort ein. Und immer wenn ich nicht schlafen wollte, nahmen sie Abends den Schlüssel, führten mich zum Fahrzeug, öffneten ihn, Decke mitgenommen und gute Nacht !

    und bei ihren Weiteren Fahrzeugen ging ich dann meine eigenen Wege und für das Schrauben, Pflegen und die teilweise ausgeprägte Penibilität bin ich meinem verstorbenen Vater mehr als dankbar!

    In Erinnerungen schwelgende Grüße

    Thomas

     

     

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Jahren von Avatar-FotoTom360.
    #9920
    Avatar-FotoMOK24
    Teilnehmer

    VW Golf I:
    Mein Vater arbeitete bei einem größeren VW Partner im Ersatzteillager. Als der Golf mal über den TüV musste, wurde das natürlich beim Arbeitgeber mit erledigt. Das lief so: Der TüV Prüfer kam über den Platz auf meinen Vater zugelaufen, rief über den Hof: „Rudi! Wie isset?“ Und unterschrieb den TüV Bericht, während er mit meinem Vater klönte, nebenbei. Ohne das Auto auch nur gesehen zu haben.
    Ein Risiko ging er damit nicht ein – wusste er doch, dass das Auto immer bei den Kumpels in der Werkstatt stand und dort in guten Händen war.

    VW Golf II:
    Wir waren mit alten Familienfreunden aus der DDR zum Urlaub am Plattensee verabredet – die Mauer stand noch. Wir unterwegs im Golf „Carat“, der höchsten Ausstattungsvariante damals. Mit solchen Sachen wie ZV, vier elektrischen Fensterhebern, Öltemperaturanzeige und vielen anderen Dingen mehr. Unsere Freunde unterwegs im Lada 1500. Was passiert nach vielen Stunden Fahrt und das Ziel bereits fast im Blick? Der Motor des Golf geht während der Fahrt kommentarlos aus. Wir rechts ran, mitten in der ungarischen Pampa, Warnblinker an. Mehrere Startversuche waren erfolglos. Es kommen ein paar freundliche ortsansässige, die helfen wollen. Mangels Sprachbarriere gar nicht so einfach. Nach mehreren erfolglosen Reparaturversuchen baut einer der Männer kommentarlos den Vergaser aus und verschwindet. Wir haben schon gedacht „jetzt ist alles vorbei“, waren aber mangels Telefon, Ortskenntnis und Werkzeug mehr oder weniger handlungsunfähig. Nach einer langen Zeit kommt der Typ plötzlich mit dem Vergaser wieder – gereinigt und blitzeblank. Baut den ein – und der Motor startet bei der ersten Umdrehung!
    Unnötig zu erwähnen, dass der Lada unserer Freunde solche Zicken auf der ganzen Tour natürlich nicht machte!

     

    PS: Später wurde mir erzählt, der Wagen habe eine Mischung aus manuellem Vergaser und elektronischer Einspritzung gehabt. Ich weiss bis heute nicht, was das genau sein soll..

     

    Why drive a car when you can pilot a SAAB?

    #9921
    Avatar-FotoCaptainFuture
    Teilnehmer

    Eine wirklich wunderbare Idee, diesen Thread zu erstellen…Ich mach dann gerne mal weiter:

    DAF/Volvo 66:

    Meine Mutter fuhr als Niederländerin zunächst einen DAF und dann den Volvo 66. Wir fuhren eines schneereichen Tages zu zweit nach Friedberg v.d.H., als ganz plötzlich der (mit Automatik/Variomatik ausgestattete, hinterradangetriebene) DAF (evt. war es auch schon der Volvo) außer Kontrolle geriet und auf schneeglatter Fahrbahn von dieser – sich mehrfach drehend – mitten in einen Innenhof fuhr…Glücklicherweise war es eine große Einfahrt und wir kamen mit dem Schrecken aber ohne jeglichen Blech- oder sonstigen Schaden zum Stehen.

    Citroen 2CV:

    Unsere Enten waren erst eine rote Charleston und dann eine weiße. Wir fuhren immer ins Schwimmbad mit der Ente. Sehr gerne hatten wir das Dach offen und setzten uns dann auch manchmal auf die Rückbank, um absolutes Cabriofeeling zu bekommen. Zusätzlich hatte die Ente laut meiner Mutter einen Raseknopf – dann konnte sie mal richtig beschleunigen…😉

    Peugeot 504:

    Ich habe ihm als Kind am Tag vor dem Verkauf mit einem Freund die Motorhaube ruiniert, weil ich dachte, er wird ja eh verkauft/verschrottet. Kann mich allerdings nicht mehr genau erinnern, ob es quasi egal war, weil er echt nur noch in die Presse sollte oder eben nicht. Irgendwie glaube ich es aber nicht…Ich meine, ich war damals nach der Aktion sehr peinlich berührt, weil ich scheinbar was falsch verstanden hatte! So nach dem Motto – der Wagen wird eh nicht mehr hier gefahren (aber evt. in ein anderes Land verkauft und dort schon). Also hieß es damals wohl – rauf auf die Motorhaube und zu zweit ordentlich drauf rumhüpfen! Oh je…

     

    Ich fahre keinen (italienischen, britischen, schwedischen oder sonstischen) Sportwagen, aber es muss auch undurstige (asiatische) Flundern geben. Und cool ist meine auch noch!

    #9923
    Avatar-FotoNordlicht
    Teilnehmer

    PS: Später wurde mir erzählt, der Wagen habe eine Mischung aus manuellem Vergaser und elektronischer Einspritzung gehabt. Ich weiss bis heute nicht, was das genau sein soll..

    Moin

    hierbei handelt es sich um das grösste „Verbrechen“, welches der VW Konzern begangen hat.

    Heute gibt es einzelne Einspritzdüsen, die die Zylinder versorgen, bei der „Zentraleinspritzung“ handelt es sich um eine zentrale Düse, die „Vergaserartig“ den Kraftstoff zentral in ein Ansaugrohr spritzt. Hier wird der Kraftstoff dann an die einzelnen Zylinder „verteilt, „elektronisch“ geregelt…… Hat mein Jetta 2 auch noch, wenn es funktioniert ist es gut, aber wehe, da ist was mit.

     

    Zu den Erinnerungen:

    An eine „Spezialtour“ kann ich mich auch noch erinnern, verrückt, warum gerade dieses Erlebnis in meiner Erinnerung geblieben ist.

    Der Vermieter meines Vaters (Der mit der Fahrschule, siehe Thread „damals“) hatte als Fahrschulwagen einen VW Golf 1 mit Schaltung, auf dem ich meine Fahrstunden gemacht habe( 1983). Ausserdem hatte er noch einen Volvo 264 Diesel Stufenheck, mit Automatik. Da ich dachte, bei der Fahrprüfung muss ich auch Einparken u. ä. und dies mit Automatik leichter geht, als mit Schaltung, habe ich die Fahrprüfung auf dem Volvo gemacht. Was der Prüfer nicht wusste( und auch nicht wissen darf), ich hatte schon als Kind immer die Kundenwagen aus der Halle raus und rein gefahren, also Fahren „konnte“ ich. Also auf zur Prüfung. Ich auf dem Fahrersitz, der Fahrlehrer  rechts und der Prüfer hinten. Wir also losgefahren, ca. halbe Stunde, durch die „Stadt“ , paarmal abgebogen und zurück zur Fahrschule ( gleichzeitig Werkstatthof). Der Prüfer und der Fahrlehrer haben sich die ganze Zeit intensiv über Urlaub unterhalten, unterbrochen für Anweisungen für mich. Als wir wieder im Hof ankamen, war meine Frage: Nanu, schon fertig mit fahren? Kein Einparken, nichts?, bin ich also durchgefallen? Der Prüfer lacht, der Fahrlehrer auch und mein inzwischen dazugekommener Vater auch. Als ich wohl ein wenig blöd aus der Wäsche geguckt habe, drückt mir der Prüfer den Führerschein ( damals noch der „graue Lappen“) in die Hand und sagt zu meinem Vater: „Durfte ihren Sohn ja nicht durchfallen lassen. So darf er beim nächsten mal, wenn ich meinen Wagen zur Reparatur bringe, diesen jedenfalls legal in die Halle fahren….

    Zum Glück ist diese Geschichte schon lange verjährt, also kann ich sie ja auch hier posten.

    Mit trotzdem bisher Unfallfreien Grüssen

    Nordlicht.

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