Willkommen bei ClassicPassion Foren ClassicPassion Forum Anmerkungen zur gesellschaftlichen Rolle des Automobils

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  • #18810
    Avatar-Fotohugoservatius
    Administrator

    Heute bin ich ca. eine Stunde durch den Berliner Stadtverkehr gefahren und gestanden und hatte ausreichend Zeit, meine Umgebung im Straßenbild zu beobachten, sowohl im feinen Charlottenburg als auch auf der Stadtautobahn und dann im eher kleinbürgerlichen Spandau.

    Und ich habe mich gefragt, wer warum welches Auto fährt.

    Unsere Gesellschaft hat sich natürlich in den letzten 30 Jahren extrem gewandelt, Corona war dann mit seinen Auswirkungen ein Brandbeschleuniger und nunmehr lösen sich auch die letzten bürgerlichen Randgruppen in der Gesellschaft weiter auf.

    Welcher Manager, Unternehmer, Industrielle, Banker, Anwalt oder Berater trägt noch den dunklen Anzug mit Krawatte und fährt einen 7er-BMW oder eine S-Klasse, von einem Jaguar ganz zu schweigen, denn die Marke gibt es ja nun nicht mehr?

    Warum tragen gefühlte 90 % des nivellierten Mittelstandes mehr oder minder hüsche Sneakers und fahren furchtbare SUV’s unterschiedlichster Herkunft?

    Wieso abonniert der Römisch-katholische Konservative mit Preußischer Attitüde und Kindern mit pseudoadeligen Vornamen ein Chinesisches Elektro-SUV von einer Kunstfirma namens Lynk & Co trotz der Kenntnis darum, daß die Chinesische Autoindustrie nichts anderes im Sinn hat, als die Europäischen und Amerikanischen Schlüsselindustrien zu vernichten?

    Welche Rolle spielt das Auto noch in der Gesellschaft?

    Aus meiner Sicht gar keine mehr, jedenfalls im städtischen und nicht mehr oder minder bildungsfrnen Kontext.

    Das Auto als Statussymbol hat ausgedient. Das Auto zur Selbstdarstellung und Selbstinszenierung hat ausgedient. Das Auto als Ausdruck eines bestimmten Lebensstils hat ausgedient.

    Natürlich gibt es noch die aus der Zeit gefallenen Hugos, San Remos, Philippikas und all die anderen hier, die ihre Schmuckstücke hegen und pflegen und regelmäßig benutzen, die in der Regel keine Sneakers tragen und irgendwie versuchen, in der sich auflösenden, bürgerlichen Gesellschaft die Fahne des kultivierten, liberalen Bürgertums hoch zu halten.

    Natürlich gibt es noch die sportliche Mittfünfzigerin im Ersthand-996 turbo, die jeden Morgen in den Reitverein im Grunewald fährt und dort ihr Pferd bewegt.

    Natürlich gibt es noch das elegante Ehepaar im perfekt restaurierten Jaguar XJ 6 Coupé auf dem Weg in die Philharmonie.

    Natürlich gibt es noch den pensionierten Spitzendiplomaten im Harris-Tweed, der im dunkelgrünen Macan in die Traube nach Tonbach fährt, um dort die spektakuläre Gastronomie zu genießen.

    Natürlich gibt es noch den grauhaarigen Architekten, der mit seiner Frau im Käfer-Cabrio durch das Havelland zum Genuß einer Currywurst in die Garage du Pont fährt. Denn dort ist Donnerstags Currywurst-Tag.

    Und natürlich gibt es noch die eher bildungsfernen Schichten unterschiedlichster Ausprägung, die je nach finanziellen Möglichkeiten tiefergelegte Gölfe, brüllende AMG-Mercedesse, mattschwarze SUV-Coupés oder lilafarbene Lamborghinis in der Regel bar bezahlt.

    Aber das sind ein paar Ausnahmen unter Millionen von anderen Menschen, die gesichtslose XS-, S-, L-, XL- und XXL-SUV’s fahren, die nicht ihnen, sondern ominösen Leasing-Gesellschaften gehören, die keinerlei Wert auf die Distintionsmerkmale besonderer Automobile legen, denen Autos eigentlich völlig egal sind. Oder die einen Dienstwagen von ihrem Unternehmen gestellt bekommen, zusammen mit der unbedingt notwendigen Tankkarte.

    Und für die das Auto weder Ausdruck eines besonderen Anspruchs an Design oder Technik noch eines besonderen Lebensstils ist, für die das Auto nichts anderes als ein reines Fortbewegungsmittel ist, egal wo es her kommt, wie es aussieht, welche Farbe es hat und wie es von anderen Menschen wahr genommen wird. Und zu dem man natürlich auch keine Bindung aufbaut, denn es wird ja nach maximal drei Jahren sowieso zurück gegeben, wenn es eh‘ nicht nur „abonniert“ ist.

    Insofern:

    Aus meiner Sicht ist das Thema „Auto“ einfach tot, natürlich von den „Special-Interest“-Autos abgesehen, den Klassikern, den wenigen, besonderen Neuwagen, den liebens- und aufhebenswerten Spielzeugen, den wirklich besonderen Designobjekten wie einem Honda e oder dem Polestar One.

    Aber ansonsten:

    Ist das Auto gesellschaftlich irrelevant geworden, interessiert es nur noch wenige Menschen in dem Maße wie früher, haben sich die Parameter eben völlig verschoben.

    Und jetzt bin ich auf die Gegenrede(n) sehr gespannt!

    Grüße aus dem soziologischen Proseminar, Hugo.

    „Also, ich mußte wieder auf ein paar Tage nach Bodenwerder. Meine Mutter wollte mich dringend sprechen. Sie hatte angerufen, ich solle doch bitte mal rasch kommen, es war ganz unheimlich gewesen am Telefon.“

    #18812
    JaHaHe
    Teilnehmer

    Heute bin ich ca. eine Stunde durch den Berliner Stadtverkehr gefahren und gestanden und hatte ausreichend Zeit, meine Umgebung im Straßenbild zu beobachten, sowohl im feinen Charlottenburg als auch auf der Stadtautobahn und dann im eher kleinbürgerlichen Spandau.

    Sie haben doch mehrere Fahrräder, vielleicht eine Alternative!

    Und ich habe mich gefragt, wer warum welches Auto fährt.

    Interessanterweise auch eine Frage die mich wirklich umtreibt. So stelle ich mir bei jedem a6 Allroad vor, dass ein Aristokrat hinterm Steuer sitzt, ist dort ein Mensch mit T-shirt zu erspähen, so möchte ich die Bordkanone zünden.

    Unsere Gesellschaft hat sich natürlich in den letzten 30 Jahren extrem gewandelt, Corona war dann mit seinen Auswirkungen ein Brandbeschleuniger und nunmehr lösen sich auch die letzten bürgerlichen Randgruppen in der Gesellschaft weiter auf.

    Ja, leider ! Lassen Sie uns doch gemeinsam dagegen ankämpfen!

    Welcher Manager, Unternehmer, Industrielle, Banker, Anwalt oder Berater trägt noch den dunklen Anzug mit Krawatte und fährt einen 7er-BMW oder eine S-Klasse, von einem Jaguar ganz zu schweigen, denn die Marke gibt es ja nun nicht mehr?

    Ich! Aber wenn ich ab und zu in einem der genannten Fahrzeuge chauffiert werde, ist es mir mehr als peinlich. Außer in Zürich, wo man einfach ein bisschen entspannter ist. Ansonsten bevorzuge ich die Kombination aus Maßanzug und E-Scooter oder gehe zu Fuß oder bleibe ganz zu Hause.

    Warum tragen gefühlte 90 % des nivellierten Mittelstandes mehr oder minder hüsche Sneakers und fahren furchtbare SUV’s unterschiedlichster Herkunft?

    Eine Frage, über deren Ausweglosigkeit man sich nur hemmungslos mit anständigen Weinen betrinken kann. Ich fasse es auch nicht. Ich würde lieber vor den nächsten Zug springen als in einem BMW X5 umherzugurken. (Ich bringe den Wein zur Diskussion mit!)

    Wieso abonniert der Römisch-katholische Konservative mit Preußischer Attitüde und Kindern mit pseudoadeligen Vornamen ein Chinesisches Elektro-SUV von einer Kunstfirma namens Lynk & Co trotz der Kenntnis darum, daß die Chinesische Autoindustrie nichts anderes im Sinn hat, als die Europäischen und Amerikanischen Schlüsselindustrien zu vernichten?

    Ich habe die Person vor Augen, komme aber nicht auf den Namen. Das wurmt mich schon seit Stunden. Teilen Sie mir morgen bitte fernmündlich mit wer gemeint ist!

    Welche Rolle spielt das Auto noch in der Gesellschaft?

    Keine. Und das ist wahrscheinlich auch gut so!

    Aus meiner Sicht gar keine mehr, jedenfalls im städtischen und nicht mehr oder minder bildungsfrnen Kontext.

    Hier kann ich nichts beitragen, ich lebe in keiner Stadt, sondern in einem Dorf, in dem Menschen völlig unironisch Dinge sagen wie „Unter 100 Kisten macht die Holdingstruktur keinen Sinn“ ansonsten lebe ich ab und zu in einem anderen Dorf, in dem die Leute ganz schöne Autos haben, aber das sind Italiener. Meinen eigenen Bildungsfernenkontext bekämpfe ich täglich und bin so weit, dass ich keinen AMG fahren will…

    Das Auto als Statussymbol hat ausgedient. Das Auto zur Selbstdarstellung und Selbstinszenierung hat ausgedient. Das Auto als Ausdruck eines bestimmten Lebensstils hat ausgedient.

    Korrekt. Oder auch nicht, Geltungssüchtige alternde Playboys können sich weiterhin für Ferraris begeistern. Anwesende ausgenommen. Wer schickt Günter Netzer einen Link zum Forum? Selbst die letzte Bastion: „Suzuki Jimmy = Jagscheininhaber“ bricht mit dem aktuellen Modell zusammen. Alles ganz ganz schlimm. Immerhin auf eine Sache ist Verlass, Menschen die einem auf einen halben Meter auffahren sitzen in einem Firmenaudi. Im Grunde genommen, haben die meisten Menschen mit denen ich etwas anfangen kann, wirklich kaum Interesse an Autos. Anwesende selbsverständlich ausgenommen.

    Natürlich gibt es noch die aus der Zeit gefallenen Hugos, San Remos, Philippikas und all die anderen hier, die ihre Schmuckstücke hegen und pflegen und regelmäßig benutzen, die in der Regel keine Sneakers tragen und irgendwie versuchen, in der sich auflösenden, bürgerlichen Gesellschaft die Fahne des kultivierten, liberalen Bürgertums hoch zu halten.

    Ich arbeite daran, endlich namentlich in dieser Aufzählung vorzukommen, aber dafür müsste ich ein Auto kaufen, was dem Grundtenor meines Beitrags widerspricht.

    Natürlich gibt es noch die sportliche Mittfünfzigerin im Ersthand-996 turbo, die jeden Morgen in den Reitverein im Grunewald fährt und dort ihr Pferd bewegt.

    Dafür sollten wir dem Herrgott auf Knien danken.

    Natürlich gibt es noch das elegante Ehepaar im perfekt restaurierten Jaguar XJ 6 Coupé auf dem Weg in die Philharmonie.

    Nette Leute!

    Natürlich gibt es noch den pensionierten Spitzendiplomaten im Harris-Tweed, der im dunkelgrünen Macan in die Traube nach Tonbach fährt, um dort die spektakuläre Gastronomie zu genießen.

    Die schönste Frau der Welt drängt mich zur Anschaffung eines Macans, das finde ich aber ohne anderen ernstlichen Porsche sehr schlimm kleinbürgerlich. Spitzendiplomat wollte ich auch einmal werden, aber aufgrund der Enteignung meiner Vorfahren bin ich gezwungen etwas größere Brötchen zu backen. Ich verfüge immerhin über mehrere Jacketts in Harris Tweed. Hier ist also Hoffnung!

    Natürlich gibt es noch den grauhaarigen Architekten, der mit seiner Frau im Käfer-Cabrio durch das Havelland zum Genuß einer Currywurst in die Garage du Pont fährt. Denn dort ist Donnerstags Currywurst-Tag.

    Diese Ehepaar kenne ich auch, sie sind absolut reizend und ich bin froh sie meine Freunde heissen zu dürfen! Currywurst Rezept im anderen Thread folgt alsbald…

    Und natürlich gibt es noch die eher bildungsfernen Schichten unterschiedlichster Ausprägung, die je nach finanziellen Möglichkeiten tiefergelegte Gölfe, brüllende AMG-Mercedesse, mattschwarze SUV-Coupés oder lilafarbene Lamborghinis in der Regel bar bezahlt.

    Sie kennen wieder Menschen. Da kann ich nicht mitreden, ich glaube aber, dass das gesagte stimmt! Gegen Barzahlung ist natürlich prinzipiell nichts einzuwenden.

    Aber das sind ein paar Ausnahmen unter Millionen von anderen Menschen, die gesichtslose XS-, S-, L-, XL- und XXL-SUV’s fahren, die nicht ihnen, sondern ominösen Leasing-Gesellschaften gehören, die keinerlei Wert auf die Distintionsmerkmale besonderer Automobile legen, denen Autos eigentlich völlig egal sind. Oder die einen Dienstwagen von ihrem Unternehmen gestellt bekommen, zusammen mit der unbedingt notwendigen Tankkarte.

    Oh weh, hier bin ich in Teilen schuldig im Sinne der Anklage. Außer, dass ich keinen Dienstwagen oder Tankkarte habe. Es ist mir eigentlich alles egal. Hauptsache kein Opel, das Selbstbewusstsein hätte ich einfach nicht. Ich bin der Auffassung ein Autos sollte ungefähr ein Monatsgehalt kosten und gut ist.

    Und für die das Auto weder Ausdruck eines besonderen Anspruchs an Design oder Technik noch eines besonderen Lebensstils ist, für die das Auto nichts anderes als ein reines Fortbewegungsmittel ist, egal wo es her kommt, wie es aussieht, welche Farbe es hat und wie es von anderen Menschen wahr genommen wird. Und zu dem man natürlich auch keine Bindung aufbaut, denn es wird ja nach maximal drei Jahren sowieso zurück gegeben, wenn es eh‘ nicht nur „abonniert“ ist.

    Ich gelobe Besserung!

    Insofern: Aus meiner Sicht ist das Thema „Auto“ einfach tot, natürlich von den „Special-Interest“-Autos abgesehen, den Klassikern, den wenigen, besonderen Neuwagen, den liebens- und aufhebenswerten Spielzeugen, den wirklich besonderen Designobjekten wie einem Honda e oder dem Polestar One.

    Insofern: Aus meiner Sicht ist das Thema „Auto“ einfach tot, natürlich von den „Special-Interest“-Autos abgesehen, den Klassikern, den wenigen, besonderen Neuwagen, den liebens- und aufhebenswerten Spielzeugen, den wirklich besonderen Designobjekten wie einem Honda e oder dem Polestar One.

    Sie haben Recht. (Wie so oft). Fiat 500, Microlino, Porsche Boxster Spyder und vielleicht noch der neue Ferrari 296 GTB (oder wie der Karren heißt) könnten mich noch interessieren. Ich würde den Preis aber immer eher in Kunst investieren.

    Aber ansonsten: Ist das Auto gesellschaftlich irrelevant geworden, interessiert es nur noch wenige Menschen in dem Maße wie früher, haben sich die Parameter eben völlig verschoben.

    Das ist richtig, trotzdem geht mir bei jedem Saab, Bristol oder halbwegs geschmackvollen Ferrari den ich sehe das Herz auf. Mein dunker Traum ist es außerdem einen verrosteten Defender zu Pilotieren mit dem ich direkt in Leasing SUV mit dreibuchstabigen Kennzeichen hineinfahren kann, wenn der Fahrer sich nicht ordentlich verhält. Das ist aber wahrscheinlich ein Thema mit dem ich eher mit meiner Therapeutin eine Lösung finden sollte.

    Und jetzt bin ich auf die Gegenrede(n) sehr gespannt! Grüße aus dem soziologischen Proseminar, Hugo.

    So eine richtige Gegenrede ist nicht drauf geworden, aber ich könnte mir durchaus vorstellen, dass wir gemeinsam ein co-referat im Seminar halten könnten. Ich werde dozentierende Freunde in Kenntnis setzen.

    Prof. Jahahe

    (Lehrstuhl für alles)

    "Also, es fängt damit an, daß ich bei Fisch-Gosch in List auf Sylt stehe und ein Jever aus der Flasche trinke und von Bodenwerder träume"

    #18816
    Avatar-Fotohugoservatius
    Administrator

    Lieber Herr He,

    was für ein Feuerwerk von Gedanken!

    Heute bin ich ca. eine Stunde durch den Berliner Stadtverkehr gefahren und gestanden und hatte ausreichend Zeit, meine Umgebung im Straßenbild zu beobachten, sowohl im feinen Charlottenburg als auch auf der Stadtautobahn und dann im eher kleinbürgerlichen Spandau.

    Sie haben doch mehrere Fahrräder, vielleicht eine Alternative!

    Stimmt. Aber es war schrecklich heiß und außerdem haben wir hier inzwischen tropische Verhältnisse – immer gegen Feierabend fängt es fürchterlich an zu regnen…

    Und ich habe mich gefragt, wer warum welches Auto fährt.

    Interessanterweise auch eine Frage die mich wirklich umtreibt. So stelle ich mir bei jedem a6 Allroad vor, dass ein Aristokrat hinterm Steuer sitzt, ist dort ein Mensch mit T-shirt zu erspähen, so möchte ich die Bordkanone zünden.

    Auch wenn ich durch und durch bürgerlicher Herkunft bin, hoffe ich doch, daß ich irgendwann einen solchen Allroad durch Berlin lenken werde und daß ich dann Ihrer Erwartung entspreche…

    Unsere Gesellschaft hat sich natürlich in den letzten 30 Jahren extrem gewandelt, Corona war dann mit seinen Auswirkungen ein Brandbeschleuniger und nunmehr lösen sich auch die letzten bürgerlichen Randgruppen in der Gesellschaft weiter auf.

    Ja, leider ! Lassen Sie uns doch gemeinsam dagegen ankämpfen!

    Unbedingt, aux armes, citoyens!

    Welcher Manager, Unternehmer, Industrielle, Banker, Anwalt oder Berater trägt noch den dunklen Anzug mit Krawatte und fährt einen 7er-BMW oder eine S-Klasse, von einem Jaguar ganz zu schweigen, denn die Marke gibt es ja nun nicht mehr?

    Ich! Aber wenn ich ab und zu in einem der genannten Fahrzeuge chauffiert werde, ist es mir mehr als peinlich. Außer in Zürich, wo man einfach ein bisschen entspannter ist. Ansonsten bevorzuge ich die Kombination aus Maßanzug und E-Scooter oder gehe zu Fuß oder bleibe ganz zu Hause.

    Ich orientiere mich ja immer gerne nach oben, Lord Snowdon sah in seinem Anzug in seinem Mini Cooper vorbildlich aus!

    Warum tragen gefühlte 90 % des nivellierten Mittelstandes mehr oder minder hüsche Sneakers und fahren furchtbare SUV’s unterschiedlichster Herkunft?

    Eine Frage, über deren Ausweglosigkeit man sich nur hemmungslos mit anständigen Weinen betrinken kann. Ich fasse es auch nicht. Ich würde lieber vor den nächsten Zug springen als in einem BMW X5 umherzugurken. (Ich bringe den Wein zur Diskussion mit!)

    Darf ich einen Wunsch äußern? Ich meine – für den Wein?

    Wieso abonniert der Römisch-katholische Konservative mit Preußischer Attitüde und Kindern mit pseudoadeligen Vornamen ein Chinesisches Elektro-SUV von einer Kunstfirma namens Lynk & Co trotz der Kenntnis darum, daß die Chinesische Autoindustrie nichts anderes im Sinn hat, als die Europäischen und Amerikanischen Schlüsselindustrien zu vernichten?

    Ich habe die Person vor Augen, komme aber nicht auf den Namen. Das wurmt mich schon seit Stunden. Teilen Sie mir morgen bitte fernmündlich mit wer gemeint ist!

    Fernmündlich und unter dem Siegel der strengsten Verschwiegenheit!

    Welche Rolle spielt das Auto noch in der Gesellschaft?

    Keine. Und das ist wahrscheinlich auch gut so!

    Sicher? Und: Ist das wirklich gut so? War es nicht früher amüsanter?

    Aus meiner Sicht gar keine mehr, jedenfalls im städtischen und nicht mehr oder minder bildungsfrnen Kontext.

    Hier kann ich nichts beitragen, ich lebe in keiner Stadt, sondern in einem Dorf, in dem Menschen völlig unironisch Dinge sagen wie „Unter 100 Kisten macht die Holdingstruktur keinen Sinn“ ansonsten lebe ich ab und zu in einem anderen Dorf, in dem die Leute ganz schöne Autos haben, aber das sind Italiener. Meinen eigenen Bildungsfernenkontext bekämpfe ich täglich und bin so weit, dass ich keinen AMG fahren will…

    Sie, lieber Freund, könnten ob Ihrer kompletten Ignoranz automobiler Aspekte auch in einem mattschwarzen AMG GT durch die Gegend fahren. Das macht ein sehr lieber Freund aus Norditalien allen Ernstes auch! Wir treffen ihn trotzdem gerne.

    Das Auto als Statussymbol hat ausgedient. Das Auto zur Selbstdarstellung und Selbstinszenierung hat ausgedient. Das Auto als Ausdruck eines bestimmten Lebensstils hat ausgedient.

    Korrekt. Oder auch nicht, Geltungssüchtige alternde Playboys können sich weiterhin für Ferraris begeistern. Anwesende ausgenommen. Wer schickt Günter Netzer einen Link zum Forum? Selbst die letzte Bastion: „Suzuki Jimmy = Jagscheininhaber“ bricht mit dem aktuellen Modell zusammen. Alles ganz ganz schlimm. Immerhin auf eine Sache ist Verlass, Menschen die einem auf einen halben Meter auffahren sitzen in einem Firmenaudi. Im Grunde genommen, haben die meisten Menschen mit denen ich etwas anfangen kann, wirklich kaum Interesse an Autos. Anwesende selbsverständlich ausgenommen.

    Ich kenne sonne und solche. Sie auch. Ich mag keine Verallgemeinerungen, es sei denn, ich äußere sie!

    Natürlich gibt es noch die aus der Zeit gefallenen Hugos, San Remos, Philippikas und all die anderen hier, die ihre Schmuckstücke hegen und pflegen und regelmäßig benutzen, die in der Regel keine Sneakers tragen und irgendwie versuchen, in der sich auflösenden, bürgerlichen Gesellschaft die Fahne des kultivierten, liberalen Bürgertums hoch zu halten.

    Ich arbeite daran, endlich namentlich in dieser Aufzählung vorzukommen, aber dafür müsste ich ein Auto kaufen, was dem Grundtenor meines Beitrags widerspricht.

    Nun, am 3. September arbeiten wir daran. Wird schon!

    Natürlich gibt es noch die sportliche Mittfünfzigerin im Ersthand-996 turbo, die jeden Morgen in den Reitverein im Grunewald fährt und dort ihr Pferd bewegt.

    Dafür sollten wir dem Herrgott auf Knien danken.

    Ich bewundere sie immer wieder, wenn sie in diesen wirklich schönen Reitsiefeln aus dem Porsche steigt, leider beschränkt sich unser Kontakt (bisher) nur auf diesen Sekundenbruchteil, wenn ich in meinem kleinen Fiat rasch mal ins Büro fahre, während sie sich um ihren Rappen kümmern geht…

    Natürlich gibt es noch das elegante Ehepaar im perfekt restaurierten Jaguar XJ 6 Coupé auf dem Weg in die Philharmonie.

    Nette Leute!

    Ob sie nett sind, kann ich nicht sagen. Aber gut aussehen, daß tun sie, ebenso wie der Jaguar. Sicher Bekannte von diesem anderen, elegante Paar mit dem silbergrauen Double Six, Dr. Robert R. und seine charmante Begleitung.

    Natürlich gibt es noch den pensionierten Spitzendiplomaten im Harris-Tweed, der im dunkelgrünen Macan in die Traube nach Tonbach fährt, um dort die spektakuläre Gastronomie zu genießen.

    Die schönste Frau der Welt drängt mich zur Anschaffung eines Macans, das finde ich aber ohne anderen ernstlichen Porsche sehr schlimm kleinbürgerlich. Spitzendiplomat wollte ich auch einmal werden, aber aufgrund der Enteignung meiner Vorfahren bin ich gezwungen etwas größere Brötchen zu backen. Ich verfüge immerhin über mehrere Jacketts in Harris Tweed. Hier ist also Hoffnung!

    In der Tat kann man einen Macan oder Cayenne nur fahren, wenn man zudem noch einen richtigen Porsche sein Eigen nennt. Ansonsten – nein, das verkneife ich mir, vielleicht liest mein Nachbar mit…

    Natürlich gibt es noch den grauhaarigen Architekten, der mit seiner Frau im Käfer-Cabrio durch das Havelland zum Genuß einer Currywurst in die Garage du Pont fährt. Denn dort ist Donnerstags Currywurst-Tag.

    Diese Ehepaar kenne ich auch, sie sind absolut reizend und ich bin froh sie meine Freunde heissen zu dürfen! Currywurst Rezept im anderen Thread folgt alsbald…

    Den beiden geht es genauso. Und auf das Rezept freut sich the Architects Wife ganz besonders!

    Und natürlich gibt es noch die eher bildungsfernen Schichten unterschiedlichster Ausprägung, die je nach finanziellen Möglichkeiten tiefergelegte Gölfe, brüllende AMG-Mercedesse, mattschwarze SUV-Coupés oder lilafarbene Lamborghinis in der Regel bar bezahlt.

    Sie kennen wieder Menschen. Da kann ich nicht mitreden, ich glaube aber, dass das gesagte stimmt! Gegen Barzahlung ist natürlich prinzipiell nichts einzuwenden.

    Wissen Sie, ich war, in grauer Vorzeit, einmal in einem anderen Forum angemeldet. Da gab es ganz viele solcher Zeitgenossen. Meine lebenslange Sperrung dort war im Grunde eine Erlösung!

    Aber das sind ein paar Ausnahmen unter Millionen von anderen Menschen, die gesichtslose XS-, S-, L-, XL- und XXL-SUV’s fahren, die nicht ihnen, sondern ominösen Leasing-Gesellschaften gehören, die keinerlei Wert auf die Distintionsmerkmale besonderer Automobile legen, denen Autos eigentlich völlig egal sind. Oder die einen Dienstwagen von ihrem Unternehmen gestellt bekommen, zusammen mit der unbedingt notwendigen Tankkarte.

    Oh weh, hier bin ich in Teilen schuldig im Sinne der Anklage. Außer, dass ich keinen Dienstwagen oder Tankkarte habe. Es ist mir eigentlich alles egal. Hauptsache kein Opel, das Selbstbewusstsein hätte ich einfach nicht. Ich bin der Auffassung ein Autos sollte ungefähr ein Monatsgehalt kosten und gut ist.

    Mit dem Monatsgehalt habe ich ein Problem: Ich beziehe keines. Wieviel dürfte denn bei mir ein Auto kosten?  Ich fürchte, ich sollte nach Ihrer Vorstellung ein altes Klapprad fahren…

    Und für die das Auto weder Ausdruck eines besonderen Anspruchs an Design oder Technik noch eines besonderen Lebensstils ist, für die das Auto nichts anderes als ein reines Fortbewegungsmittel ist, egal wo es her kommt, wie es aussieht, welche Farbe es hat und wie es von anderen Menschen wahr genommen wird. Und zu dem man natürlich auch keine Bindung aufbaut, denn es wird ja nach maximal drei Jahren sowieso zurück gegeben, wenn es eh‘ nicht nur „abonniert“ ist.

    Ich gelobe Besserung!

    Sie lügen, ohne rot zu werden. Sagt jedenfalls Ihre geschätzte Gattin, der Sie standhaft ein standesgemäßes Fortbewegungsmittel verwehren… Kleiner Scherz!

    Insofern: Aus meiner Sicht ist das Thema „Auto“ einfach tot, natürlich von den „Special-Interest“-Autos abgesehen, den Klassikern, den wenigen, besonderen Neuwagen, den liebens- und aufhebenswerten Spielzeugen, den wirklich besonderen Designobjekten wie einem Honda e oder dem Polestar One.

    Insofern: Aus meiner Sicht ist das Thema „Auto“ einfach tot, natürlich von den „Special-Interest“-Autos abgesehen, den Klassikern, den wenigen, besonderen Neuwagen, den liebens- und aufhebenswerten Spielzeugen, den wirklich besonderen Designobjekten wie einem Honda e oder dem Polestar One.

    Sie haben Recht. (Wie so oft). Fiat 500, Microlino, Porsche Boxster Spyder und vielleicht noch der neue Ferrari 296 GTB (oder wie der Karren heißt) könnten mich noch interessieren. Ich würde den Preis aber immer eher in Kunst investieren.

    Ich finde die Kombination aus beidem schön. Als ich unlängst ein Original von Joseph B. auf der Rückbank meines Mini Coopers verstaute, fühlte ich mich ein klein wenig wie Lord Snowdon…

    Aber ansonsten: Ist das Auto gesellschaftlich irrelevant geworden, interessiert es nur noch wenige Menschen in dem Maße wie früher, haben sich die Parameter eben völlig verschoben.

    Das ist richtig, trotzdem geht mir bei jedem Saab, Bristol oder halbwegs geschmackvollen Ferrari den ich sehe das Herz auf. Mein dunker Traum ist es außerdem einen verrosteten Defender zu Pilotieren mit dem ich direkt in Leasing SUV mit dreibuchstabigen Kennzeichen hineinfahren kann, wenn der Fahrer sich nicht ordentlich verhält. Das ist aber wahrscheinlich ein Thema mit dem ich eher mit meiner Therapeutin eine Lösung finden sollte.

    Vielleicht sollten Sie mich mal zu einer Sizung mit Ihrer Therapeutin mitnehmen. Ich habe manchmal ähnliche Anwandlungen. Dabei fällt mir ein: Sieht sie gut aus, Ihre Therapeutin? Mag sie Englische Automobile?

    Und jetzt bin ich auf die Gegenrede(n) sehr gespannt! Grüße aus dem soziologischen Proseminar, Hugo.

    So eine richtige Gegenrede ist nicht drauf geworden, aber ich könnte mir durchaus vorstellen, dass wir gemeinsam ein co-referat im Seminar halten könnten.

    Ich spreche dringend mit Prof. F., Sie kennen ihn aus Corona-Zooms, er sollte eine solche Vorlesung in seinem nächsten Kompakt-Seminar mit einplanen! Und vielleicht bekommen wir dann irgendwann einen Dr. h. c., jetzt, nach dem bedauerlichen Ableben des schönen Consuls, wird es ja ansonsten mit den Titeln schwierig…

    Ich werde dozentierende Freunde in Kenntnis setzen. Prof. Jahahe (Lehrstuhl für alles)

    Mit sich auf den weiteren Austausch sehr freuende Grüße, Hugo.

    „Also, ich mußte wieder auf ein paar Tage nach Bodenwerder. Meine Mutter wollte mich dringend sprechen. Sie hatte angerufen, ich solle doch bitte mal rasch kommen, es war ganz unheimlich gewesen am Telefon.“

    #18818
    Avatar-FotoSan Remo
    Administrator

    Sehr geehrte Herren,

    da rutsche ich doch einmal wieder erheblich zwischen den Stühlen umher. Ja, gut ich fahre einen mittelalten Jaguar im täglichen Einerlei und die Herzensdame ab und an einen jungebliebenen, alten Jaguar XK8, ansonsten was mache ich  mit einem Krawall Pferd und dem ehemals doch eher belächelten Teufelsferrari 348?   Zu meiner persönlichen Schande muss ich gestehen, dass  im Jahre 2003, nachdem wir überraschend im höherem Alter noch Eltern geworden waren, uns einen drei Buchstaben Wagen mit der Zahl 5 im Modell zulegten und meine Frau den acht Jahre lang pilotierten 964 in Mitternachtsblau abgeben musste, ich persönlich war im beamtengrauen Golf unterwegs.

    Autotechnisch war es eine traurige Zeit, die erst durch den Kauf des XK8 2009 beendet werden konnte, 2012 dann der Maserati 4200, eine Idee meiner Frau und 2016/2019 die galoppierenden Hengste. Familenauto seit 2014 ein Panamera der uns bis jetzt ein treuer, va Reisebegleiter war.

    So weit so informativ. tasächlich spielt das Auto wie oben schon ausführlich dargelegt in unserer Gesellschaft, im Sinne von Status und Statement keine großartige Rolle mehr. Meine 20jährige Tochter, ist bis auf wenige Ausnahmen, die Einzige in Ihrem Bekanntenkreis mit Führerschein und die  „Einzige“ mit einem eigenen Auto. Wenn die jungen Leute zu Besuch kommen und ich werkele vor dem Haus an den bunten Autos herum, so ernte ich höchstens mitleiduge Blicke, von Jungen noch eher wie von den Mädchen.

    Es gibt aber Ausnahmen und zwar von jungen Männern, meist fremdländischer Herkunft und einer regen Autospotter Szene in unserer Stadt, auch haben wir hier eine verhältnissmäßig hohe Dichte von Enthusiasten, sowohl für Oldtimer, wie auch moderne, interssante Fahrzeuge, da swiegt es etwas auf.

    So lange auch Leute, wie die hier mitschreibenden sich für das Objekt, besonderes Auto interssieren, bin ich dennoch irgendwie beruhigt.

    Schade nur, das die in der unmittelbaren Umgebung lebenden Classicpasionisten es nicht geschafft haben, zumindestens ab und an in Kontakt zu treten, da habe ich die Hoffnung nun weitgehend aufgegeben.  Ob es an meinem mangelnden Weinkonsum liegt und man Biertrinker nicht mag?  Jedenfalls trage ich keine Sneaker außerhalb sportlicher Tätigkeiten und evt wäre dies dann docch ein Ansatz.

    Sich auf weiter Beiträge freuende Grüße      San Remo

     

    • Diese Antwort wurde geändert vor 9 Monaten, 4 Wochen von Avatar-FotoSan Remo.

    So lange ich hier was zu sagen habe, wird es kein Formel 1 Rennen in Bodenwerder geben! Bernie Ecclestone NZZ vom 24.07.2020

    #18849
    Enzo
    Teilnehmer

    Das Thema Auto ist spätestens seit der 2000er Generation tot.

    Damals im Kindergarten wurde ich schon komisch angeschaut als ich auf den diversen Wandertagen mein Autowissen präsentierte.

    Auch meine erste Freundin konnte nie richtig verstehen warum ich so ein Lächeln auf dem Gesicht hatte, wenn ich den Zündschlüssel umdrehte. Dazu muss man auch erwähnen, dass sie mir vorschlug das ich mal ohne Kupplung schalten solle…..

    Besonders in meiner Generation werde ich als verrückt abgestempelt wenn ich von meiner Leidenschaft erzähle. Eine schöne Ausnahme erlebte ich letzte Woche. Eine junge Dame, die sich für alte Autos interessiert und vorschlug zu einem kleinen Oldtimertreffen nur unweit von meinem neuen, temporären Wohnort in Südschweden zu gehen.

    Diesen Exotenstatus genieße ich allerdings, da es immer noch genug Leute, besonders der älteren Generation gibt die das Automobil zu würdigen wissen.

    Exotische Grüße

    #18850
    JaHaHe
    Teilnehmer

    Schade nur, das die in der unmittelbaren Umgebung lebenden Classicpasionisten es nicht geschafft haben, zumindestens ab und an in Kontakt zu treten, da habe ich die Hoffnung nun weitgehend aufgegeben.  Ob es an meinem mangelnden Weinkonsum liegt und man Biertrinker nicht mag?  Jedenfalls trage ich keine Sneaker außerhalb sportlicher Tätigkeiten und evt wäre dies dann docch ein Ansatz.

    Lieber San Remo,

    ich bitte hierfür vielmals um Entschuldigung, meine einzige Ausrede ist, dass ich zwar eine Meldeadresse im Rhein-Main Gebiet habe, aber leider kaum hier bin! Aber ich gelobe Besserung!

    Grüße aus der Bankenstadt, die nun allerdings gen Ostfriesland verlassen wird,

    Jahahe

    Besonders in meiner Generation werde ich als verrückt abgestempelt wenn ich von meiner Leidenschaft erzähle. Eine schöne Ausnahme erlebte ich letzte Woche. Eine junge Dame, die sich für alte Autos interessiert und vorschlug zu einem kleinen Oldtimertreffen nur unweit von meinem neuen, temporären Wohnort in Südschweden zu gehen.

    Wir wollen Photos! Selbstredend vom Oldtimertreffen und nicht von der Südschwedin! Wobei, vielleicht ja auch beides!

     

    "Also, es fängt damit an, daß ich bei Fisch-Gosch in List auf Sylt stehe und ein Jever aus der Flasche trinke und von Bodenwerder träume"

    #18856
    Avatar-Fotohugoservatius
    Administrator

    Grüße aus der Bankenstadt, die nun allerdings gen Ostfriesland verlassen wird, Jahahe

    Lieber Freund, Ihre Reisetätigkeit begeistert mich!

    Allerdings stellt sich mir die Frage, warum Sie immer noch einen festen Wohnsitz haben, dieser ist doch in der Regel verwaist und dient nur noch dem Wechsel der Garderobe und der Lagerung der Habseligkeiten. Außerdem blockieren Sie damit dringend benötigten Wohnraum für Menschen, die tatsächlich mehrere Tage am Stück an einem Ort verweilen.

    Ich schlage Ihnen deshalb den Erwerb eines Wohnmobils vor!

    Nicht irgendeines Wohnmobils, das wäre Ihrer und vor allem der schönsten Frau der Welt natürlich nicht würdig!

    Nein, es muß natürlich ein „Tiny-House-on-Wheels“ sein, von hohem technischen und designerischem Anspruch, es muß angemessen schnell sein und es muß auch vor der Oper, auf der Jagd und an der Riviera einen guten Auftritt gewährleisten:

    Der Vixen 21 TD, entworfen vom DeLorean-Designer William Collins, gebaut von 1986 bis 1989, bestückt mit einem BMW-Sechszylinder-Turbodieselmotor, das einzige Wohnmobil, in dem ich mir Sie und Ihre Gattin ebenso wie mich vorstellen kann.

    Für eine entsprechende Überarbeitung des Interior-Designs würden Ihnen mein Fachkollege aus der Schweiz sowie meine Wenigkeit sicher gerne jederzeit zur Verfügung stehen und steuerlich erscheint mir die Möglichkeit, das Fahrzeug als „Rolling Office“ abzusetzen, auch nicht unattraktiv!

    Aquisitorische Grüße, Hugo.

    „Also, ich mußte wieder auf ein paar Tage nach Bodenwerder. Meine Mutter wollte mich dringend sprechen. Sie hatte angerufen, ich solle doch bitte mal rasch kommen, es war ganz unheimlich gewesen am Telefon.“

    #18858
    Enzo
    Teilnehmer

     

    Wir wollen Photos! Selbstredend vom Oldtimertreffen und nicht von der Südschwedin! Wobei, vielleicht ja auch beides!

    Die Südschwedin, die in echt Hamburgerin ist, ist etwas kamerascheu

     

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