Willkommen bei ClassicPassion Foren ClassicPassion Forum 1. ClassicPassion-Treffen der Berliner Sektion Antwort auf: 1. ClassicPassion-Treffen der Berliner Sektion

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So, nun bin ich noch rasch im Büro vorbei gefahren, um das zu schreiben, worauf meine schönen Mitforistinnen und klugen Mitforisten sicherlich sehnsüchtig gewartet haben:

 

Das Resümee.

Was vorher geschah:

Ich hatte die Idee, zusammen mit der Berliner Sektion von ClassicPassion einen kleinen After-Work-Drink an ausgesuchter Stelle zu nehmen. Was für den Rest des Forums ganz offensichtlich so reizvoll klang, daß sich eine rasante Eigendynamik entwickelte und in der ganzen Republik die ClassicPassionisten ihre Sportfahrzeuge putzten und ihren Besuch in Berlin ankündigten.

Also mußte ein Programm her. Und natürlich sollte auch eine Ausfahrt stattfinden, also mußte auch ein Roadbook her. Hotels wurden angefragt, Restaurants getestet, ein Kulturprogramm entwickelt, die Strecke abgefahren und die Spannung stieg kontinuierlich.

Würde das Wetter gut werden, würden tatsächlich alle kommen, würden die Italienischen Sportwagen es bis in die Hauptstadt schaffen, würden sich alle vertragen, würde Herr Wurst es vielleicht doch noch schaffen, ein Flugzeug aufzutreiben, mit dem er von Zandvoort nach Berlin Staaken fliegen könnte, wäre das Hotel Rotdorn so schick wie seine Geschäftsführerin, würde Laura ausreichend Antipasti servieren, würde der Weißwein auch kalt genügend sein, würde JaHaHe auch ein angemessenes Einstecktuch tragen?

 

Was dann geschah:

Herr Remo und Herr H. trafen ein und Berlin wurde rot. Dazu gesellte sich Herr JaHaHe, Gott sei Dank mit einer roten Hose, in Roberts Garage parkierten wir das rote Phänomen.

Im Konvoi aus einem wunderschönen 308 und meinem Käfer fuhren wir noch rasch am Büro vorbei, um dann in den Norden der Bundeshauptstadt zu reisen, in die Piazza Italiana, wo schon Herr BWQ, eine hinreißende, blonde Dame, ein Testarossa, Ulf M. und ein weiterer Gast des Forums auf uns warteten, die Pizza hatte die Dimensionen und den Preis eines Scaglietti, der Weißwein war kühl und der Espresso heiß, besonders schön war der Parkplatz des Testarossas unmittelbar vor dem Eingang zum Restaurant, noch beeindruckender war der Kavalierstart des Wagens bei der Abfahrt mit der blonden Schönheit auf dem Beifahrersitz…

Der nächste Tag begann mit der Daily Soap „Dr. Remos kleine Ausparkshow“ und dem Besuch des Meilenwerks, nunmehr stießen auch die Herren Sechskommadrei und A8, der Ostfale sowie Herr Jarama und Herr Pursch mit Gattinnen zu uns.

Nach Salat und Kaltgetränken starteten wir dann die Ausfahrt mit 63 Zylindern unter sengender Sonne und unerwartetem Verkehrsaufkommen stadtauswärts, mein Highlight des Tages war, als die Morning Cloud, der von meinem Freund Robert ausgeborgte Jaguar XJS, an den Italienischen Rennautos mit fliegenden Fahnen vorbei schoß wie ein Vosper-Schnellboot der Königlich Britischen Kriegsmarine…

Park und Schloß Sanssouci waren das nächste Ziel, die Temperaturen waren für einen Spaziergang im Park nicht unbedingt optimal, die Weiterfahrt zum House of Jarama brachte etwas Abkühlung durch den Fahrtwind, die letzten 300 m bis zum Zwischenziel waren allerdings wirklich eine Belastungsprobe für Mensch und Maschine, entschädigt wurden die Teilnehmer dann allerdings durch kalte Afri Cola, die Garage des Gastgebers und den Anblick eines Zwölfzylindermotors in Einzelteilen. Ich jedenfalls war bislang noch in keiner Garage mit insgesamt 60 Zylindern!

Und an diesem wunderbaren Ort stießen dann auch noch unsere Münchener Freunde zu uns und erhöhten den Frauenanteil dramatisch, die kleine Gloria schaute sich interessiert die zerlegte Kupplungsglocke des Maranellos an und dachte bei sich: „Hier sieht es auch nicht so viel anders aus als bei meinem Großvater zu Haus‘!“

Der Begriff „Touristenfahrt“ bekam bei der anschließenden Fahrt durch Potsdam eine ganz andere Bedeutung als auf der Nordschleife und das Abendessen im Restaurant Philippsthal hat ganz offensichtlich keinem nicht geschmeckt!

Der Charlottenburger Teil der Reisegruppe nahm anschließend noch einen kleinen Absacker im Restaurant Vino Greco, dort selbst waren die anderen Gäste und auch der Gastwirt durchaus beeindruckt von dem Konvoi aus zwei roten und zwei grauen Sportwagen, das anschließende Parkieren der Fahrzeuge in Roberts Garage wird den Teilnehmern und den Anwohnern noch lange in Erinnerung bleiben, dem roten Phänomen sei Dank!

Am darauffolgenden Morgen waren die Teilnehmer irgendwie recht schweigsam und etwas verlangsamt.

Nachdem wir zu viert noch rasch bei meinem Büro vorbei gefahren sind und wir einer weiteren Folge von „Dr. Remos kleiner Ausparkshow“ beiwohnen durften, trafen wir die anderen Teilnehmer am Glockenturm am Olympiastadion, wurden in die Geschichte des Olympiageländes eingeführt und hatten dann den Überblick über die Stadt, von allergrößtem Interesse schien für die meisten Teilnehmer jedoch der nächste und letzte Programmpunkt gewesen zu sein, der kleine Lunch im Ristorante Passetto am nahegelegenen Pichelssee, das Team dort leistete eine unglaubliche Arbeit, alle Teilnehmer unter Markisen und Sonnenschirmen zu platzieren, als der Wolkenbruch den Weißwein zu verwässern versuchte.

 

Was bleibt:

Ein Hörschaden, hervorgerufen durch das Rote Phänomen, die Erfahrung, daß unterschiedlichste Menschen nicht nur hier, in unserem kleinen Forum, sondern auch in Realiter gemeinsam viel Vergnügen haben können, der bleibende Eindruck eines wunderschönen, hugogrünen Opel Cabriolets, die Frage, ob ein motorbootweißes Mondial Cabriolet mit maritimblauem Interieur wohl den Wannsee auch ohne Brücke überqueren könnte,  die Tatsache, daß es einen modernen Porsche gibt, für den ich meine Großmutter verkaufen würde, solange sie in gute Hände käme, die Erkenntnis, daß Roberts Jaguar mit Herrn JaHaHe auf dem Beifahrersitz und einer schönen Frau hinter dem Volant viel besser wirkt, als wenn Robert oder ich versuchen, darin gut aus zu sehen, die Hoffnung, daß Robert sich den Kilometerstand des Jaguars nicht gemerkt hat, als er ihn mir für eine kleine Runde um den Block geliehen hat, die Frage, wie ein Thomas Magnum eigentlich in den 308 hinein und auch wieder heraus kommen konnte, die Hoffnung, daß alle Teilnehmer ähnlich viel Spaß an dem Wochenende hatten wie das Organisationsteam und die Vorfreude auf das nächste ClassicPassion-Treffen, wo auch immer es stattfinden wird!

Sich langsam wieder regenerierende Grüße, Hugo.

 

 

„Also, ich mußte wieder auf ein paar Tage nach Bodenwerder. Meine Mutter wollte mich dringend sprechen. Sie hatte angerufen, ich solle doch bitte mal rasch kommen, es war ganz unheimlich gewesen am Telefon.“