Willkommen bei ClassicPassion Foren ClassicPassion Forum Außergewöhnliche Ausfahrten mit außergewöhnlichen Automobilen Antwort auf: Außergewöhnliche Ausfahrten mit außergewöhnlichen Automobilen

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Auch ich habe, eher notgedrungen, den sogenannten „Herrentag“ mit einer überaus eiligen Fahrt begonnen, „Schröder“, unser etwas größerer Volkswagen, strömte in den nicht tempobegrenzten Abschnitten der Bundesautobahnen mit Tempi zwischen 220 und 280 km/h von Berlin nach Köln, auf der Frontscheibe fand ein Mückenmassaker statt und rechtzeitig angekommen sind Frau Servatius und ich zum Glück auch noch. Da diese an den nachfolgenden Tagen mit verschiedenen Tätigkeiten im Kreise der Familie beschäftigt war, habe ich die Chance genutzt und habe mit „Saabine“, ihrem Cabriolet, eine Ausfahrt in die Eifel unternommen, um dort einen lieben, alten Freund, der hier zwar mit liest, aber die Anmeldung noch nicht geschafft hat, zu besuchen und den Seat 600 seiner lieben Frau zu besichtigen.

Die Fahrt begann in der malerischen Bonner Südstadt, nach ein paar Kilometern Autobahn fuhr ich auf die Landstraße ab, öffnete das Verdeck, schloß mein Jackett und bildete mir ein, daß es Cabriowetter sei.

Zügig durcheilte ich die kurvigen Eifelsträßchen, Norah Jones schmetterte ein hoffnungsvolles „Sunrise, Sunrise“ aus dem CD-Spieler und ich genoß das Cabriolet ebenso wie die Eifellandschaft.

Natürlich gehört zu einem skandinavischen Auto auch eine passende Wasserflasche für die Rast am Wegesrand, Frau Servatius hat hier geschmackssicher ein Souvenir aus der Businessclass von Island Air im Seitenfach des Saabs verstaut…

Allerdings suchte ich vor meinem Besuch zunächst noch die weltbekannte Tankstelle auf der Döttinger Höhe, nahe beim Nürburgring, auf, um dort ein Automodell des Alfa Romeo Giulia GTA im Maßstab 1:18 zu erwerben – das Einparken auf dem Parkplatz war interessant, um mich herum eine Jahresproduktion Porsche GT3 RS, Audi R8 und irgendwelche unfaßbar häßlichen Reisschüsseln mit Auspuffrohren, die auch als Regenfallrohre dienen können, auch die zugehörigen Fahrerinnen und Fahrer waren beeindruckend, besonders schön war der spermafarben-giftgrün-metallicfarbene R8 mit der etwas drallen Rothaarigen im farblich abgestimmten Outfit, auf dem Heckspoiler klebte der Spruch „Lieber Nürburgring als Ehering“, von Seiten einigermaßen ästhetisch sensibler Naturen drohte ihr da keine Gefahr…

Bei meinen Freunden, die malerisch ganz in der Nähe des Nürburgrings residieren, war es gemütlich und befruchtend wie immer, der kleine Seat ist wirklich ein ungemein liebenswertes Automobil, Kaffee und Weißwein waren köstlich und die Rückfahrt in die große, alte Stadt am Rhein trat ich aufgrund des einsetzenden Regens und der eifelhaft ungemütlichen Temperaturen mit geschlossenem Verdeck an…

Für die Rückfahrt von Köln nach Berlin haben wir dann am Ende eines langen Wochendes wieder auf Schröders ruhige Hand, mit der er die Autobahn regiert, vertraut und freuen uns auf die nächste Ausfahrt mit unserer schönen Schwedin, vielleicht braucht man dann ja auch mal eine Sonnenbrille…

Optimistische Grüße, Hugo.

 

„Also, ich mußte wieder auf ein paar Tage nach Bodenwerder. Meine Mutter wollte mich dringend sprechen. Sie hatte angerufen, ich solle doch bitte mal rasch kommen, es war ganz unheimlich gewesen am Telefon.“